Aktien Frankfurt: Dax hält sich vor Trumps Kongressauftritt stabil

Der Dax hat sich am Dienstag nur unwesentlich bewegt. Nach vielen guten Wochen und der nahezu abgeschlossenen Berichtssaison im deutschen Leitindex stabilisiere sich der Dax nun bei recht dünnem Handelsvolumen auf recht hohem Niveau, sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank. Zudem werde auf die am Abend anstehende erste Rede des neuen US-Präsidenten Donald Trump vor dem Kongress gewartet. Anleger erhofften sich hiervon neue Impulse.
28.02.2017 15:20

Am Nachmittag gewann der deutsche Leitindex 0,14 Prozent auf 11 839,48 Punkte und hat damit bislang im zu Ende gehenden Monat Februar um 2,6 Prozent zugelegt. Der MDax , der Index der mittelgrossen Unternehmen, stieg zuletzt um 0,08 Prozent auf 23 381,48 Punkte. Für den Technologie-Index TecDax ging es um 0,22 Prozent auf 1900,79 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,22 Prozent vor.

Erwartet wird von US-Präsident Trump endlich etwas Konkretes zu den versprochenen Steuergeschenken, die an den Aktienmärkten bereits vorab mit Kursfeuerwerken gefeiert wurden. Die Wall Street eilte vor allem deshalb in jüngster Zeit immer wieder von einem Rekord zum nächsten. Der Dax bewegt sich zugleich mittlerweile wieder auf einem Niveau, das er zuletzt vor knapp zwei Jahren erreicht hatte.

INFINEON-AKTIE IST DAS SCHLUSSLICHT IM DAX

Unter den Einzelwerten im Dax rückten die Aktien von Infineon als Schlusslicht mit minus 1,79 Prozent in den Blick. Der Chiphersteller will sich nach der geplatzten Wolfspeed-Übernahme in den USA nach neuen Möglichkeiten für Wachstum umsehen, wie Vertriebsvorstand Helmut Gassel der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte.

Darüber hinaus zogen Unternehmen aus der zweiten Reihe mit Quartalsberichten die Aufmerksamkeit auf sich. So kamen dem Stahlhersteller Salzgitter 2016 neben Einsparungen zwar die Erholung auf dem Stahlmarkt zugute, so dass er wieder einen Gewinn erwirtschaftete, doch enttäuschte die Konzernprognose für 2017. Die Papiere fielen daher mit minus 2,48 Prozent an das MDax-Ende.

HOCHTIEF-AKTIE STEIGT AUF REKORDHOCH

Die Hochtief-Aktien litten unter Gewinnmitnahmen und büssten 0,77 Prozent ein. Am Morgen noch hatten sie ein Rekordhoch bei 145,55 Euro erreicht. Der Baukonzern gab sich aufgrund gefüllter Auftragsbücher und guter Aussichten auf weitere Bestellungen noch optimistischer für 2017.

Um 0,90 Prozent abwärts ging es für die Titel des Möbel- und Einzelhändlers Steinhoff . Dank Zukäufen startete der südafrikanische Konzern, dessen Wurzeln in der deutschen Möbelindustrie liegen, mit einem Umsatzsprung ins neue Geschäftsjahr. Der US-Markt sei allerdings für Steinhoff schwierig gewesen, schränkte ein Analyst ein.

Die Anteilsscheine des Autozulieferers ElringKlinger im SDax stiegen nach vorgelegter Bilanz zuletzt um 4,22 Prozent.

NORDEX ERHOLT SICH ERSTMALS WIEDER ETWAS

Im TecDax erholten sich die Aktien von Nordex wieder leicht nach ihrer steilen Talfahrt am vergangenen Donnerstag und Freitag. Nach dem Kurssturz von insgesamt bis zu 37 Prozent infolge einer Prognosesenkung ging es für die Papiere des Windkraft-Anlagenbauers nun erstmals wieder aufwärts. Sie legten an der Index-Spitze um 5,02 Prozent zu.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,06 Prozent am Vortag auf minus 0,04 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,08 Prozent auf 143,32 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,02 Prozent auf 165,96 Punkte zu. Der Kurs des Euro zeigte sich wenig verändert und wurde am frühen Nachmittag mit 1,0596 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,0587 (Freitag: 1,0609) Dollar festgesetzt./ck/das

(AWP)