Aktien Frankfurt: Dax legt nach US-Arbeitsmarktbericht merklich zu

Der Dax hat am Freitag nach der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts seine zuvor moderaten Gewinne ausgebaut. In den Vereinigten Staaten war die Beschäftigung im Juli stärker gestiegen als erwartet. Während der Dollar daraufhin anzog, beflügelte der im Gegenzug nachgebende Euro den deutschen Leitindex. Denn ein schwächerer Euro erleichtert den Export. Zuletzt stand der Dax 0,49 Prozent höher auf 12 213,70 Punkten.
04.08.2017 15:05

Der MDax der mittelgrossen Werte rückte um 0,78 Prozent auf 24 972,76 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,15 Prozent auf 2262,34 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,59 Prozent hoch.

Der Euro kostete zuletzt 1,1849 Dollar, nachdem er kurz nach der Bekanntgabe der US-Jobdaten auf ein Tagestief bei 1,1825 Dollar gesunken war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1860 (Mittwoch: 1,1829) US-Dollar festgesetzt.

INFINEON NACH HOCHSTUFUNG SEHR FEST

Hierzulande legte die Allianz am Freitag ihre endgültigen Quartalszahlen vor, die aber keine Überraschungen enthielten. Zudem teilte der Versicherer den Einstieg beim britischen Wettbewerber Liverpool Victoria mit. Die Allianz-Aktien rückten zuletzt um ein gutes halbes Prozent vor.

Die Anteile des Halbleiterherstellers Infineon als zweitbester Dax-Wert gewannen 2,6 Prozent. Als Treiber erwies sich eine frische Kaufempfehlung der Schweizer Grossbank UBS. Ganz oben im Index legten die Papiere des Versorgers Eon um 2,7 Prozent zu.

S&T BESTER TECDAX-WERT, GEA IM MDAX TOP

An der TecDax-Spitze preschten die Papiere von S&T nach Halbjahreszahlen um mehr als 8 Prozent vor. Der IT-Spezialist hatte dank der Übernahme des deutschen Computerbauers Kontron Umsatz und operatives Ergebnis im ersten Halbjahr annähernd verdoppelt.

Die Anteilseigner des Anlagenbauers Gea Group setzen auf die Unterstützung durch einen aktivistischen Investor. Die Papiere stiegen im MDax um mehr als siebeneinhalb Prozent. Zuvor war bekannt geworden war, dass der einflussreiche belgische Investor Albert Frère und die Familie Desmarais zusammen rund 3 Prozent der Anteile halten.

SPRINGER UND AURUBIS SEHR SCHWACH

Die Titel von Axel Springer fielen hingegen um 2 Prozent, nachdem die Beteiligungsgesellschaft General Atlantic rund 2,23 Millionen Papiere des Medienkonzerns platziert hatte.

Eine Abstufung der Aurubis-Aktien durch die US-Investmentbank Morgan Stanley brockte zudem den Anteilen der Hamburger Kupferhütte ein Minus von 1,8 Prozent ein. Aurubis und Springer waren damit die grössten Verlierer im MDax.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,25 Prozent am Vortag auf 0,22 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 141,19 Punkte vor. Der Bund-Future sank um 0,17 Prozent auf 163,16 Punkte./ajx/das

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

(AWP)