Aktien Frankfurt: Dax legt vor US-Jobdaten etwas zu - Freundliche Wall Street

Vor der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts haben die Dax-Anleger am Freitag über weite Strecken nur sehr zögerlich agiert. Gegen Mittag wagte sich der Leitindex dann aber mit einem Plus von 0,24 Prozent auf 12 183,68 Punkten etwas weiter vor. Händler begründeten dies mit der offenbar freundlich erwarteten Eröffnung an der Wall Street. Auf Wochensicht steuert der Dax nun auf ein moderates Plus von 0,2 Prozent zu.
04.08.2017 11:57

Der MDax der mittelgrossen Werte rückte zuletzt um 0,63 Prozent auf 24 935,50 Punkte vor, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,36 Prozent auf 2267,13 Zähler gewann. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,11 Prozent nach oben.

Marktanalyst Jochen Stanzl sieht die Unterstützung für den Dax derzeit bei 11 940 Punkten. Rutsche der Leitindex nach den Jobdaten darunter, könnte es zu einem heftigen Sommergewitter im Handel kommen, fürchtet er.

EURO NIMMT KURS AUF 1,19 DOLLAR

Die Euro-Stärke hält unvermindert an. Seit Tagen schon belastet der Höhenflug der europäischen Gemeinschaftswährung den Markt, da er der Exportwirtschaft das Leben schwer macht. Zuletzt kostete der Euro 1,1880 Dollar.

Die Allianz legte am Freitagmorgen ihre endgültigen Quartalszahlen vor, die aber keine Überraschungen enthielten. Zudem teilte der Versicherer den Einstieg beim britischen Versicherer Liverpool Victoria mit. Die Allianz-Aktien rückten zuletzt um 0,3 Prozent vor.

Bester Dax-Wert waren die Anteile des Halbleiterherstellers Infineon mit einem Plus von rund zweieinhalb Prozent. Als Treiber erwies sich eine frische Kaufempfehlung der Schweizer Grossbank UBS .

S&T BESTER TECDAX-WERT, GEA IM MDAX TOP

An der TecDax-Spitze preschten die Papiere von S&T nach Halbjahreszahlen um sechseinhalb Prozent vor. Der IT-Spezialist hatte dank der Übernahme des deutschen Computerbauers Kontron Umsatz und operatives Ergebnis im ersten Halbjahr annähernd verdoppelt.

Die Anteilseigner des Anlagenbauers Gea Group setzen auf die Unterstützung durch einen aktivistischen Investor. Die Papiere stiegen im MDax um mehr als 8 Prozent. Zuvor war bekannt geworden war, dass der einflussreiche belgische Investor und Unternehmer Albert Frère und die Familie Desmarais zusammen rund 3 Prozent der Anteile halten.

Die Titel von Axel Springer fielen hingegen um rund 2 Prozent, nachdem die Beteiligungsgesellschaft General Atlantic rund 2,23 Millionen Papiere des Medienkonzerns platziert hatte. Eine Abstufung der Aurubis-Aktien durch die US-Investmentbank Morgan Stanley brockte zudem den Anteilen der Hamburger Kupferhütte ein Minus von ebenfalls rund 2 Prozent ein. Aurubis und Springer waren damit die grössten Verlierer im MDax./ajx/fbr

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

(AWP)