Aktien Frankfurt: Dax leicht im Plus und über 12400 Punkten

Der Dax hat sich am Donnerstag nach einem schleppenden Start berappelt. Gegen Mittag gewann der deutsche Leitindex 0,16 Prozent auf 12 409,54 Punkte, nachdem es in der Spitze bis auf 12 444 Zähler nach oben gegangen war. Die Zinssenkung der US-Notenbank Fed am Vorabend hatten Marktteilnehmer erwartet. Fed-Chef Jerome Powell stellte weitere Zinssenkungen nicht konkret in Aussicht, was als Hinweis auf die weiterhin robuste Situation der US-Wirtschaft verstanden wurde.
19.09.2019 11:53

Der MDax der mittelgrossen deutschen Börsenwerte legte am Donnerstag bislang um 0,35 Prozent auf 26 039,46 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,41 Prozent vor.

Die US-Zinssitzung habe gezeigt, dass die Fed ist nicht gewillt ist, in einen aggressiven Zinssenkungszyklus einzusteigen, kommentierte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Von dieser Aussicht profitierte am Donnerstag der Bankensektor. Im Dax waren die Deutsche Bank mit plus 1,3 Prozent vorne, im MDax waren es die Anteile der Commerzbank mit plus 4 Prozent.

Der restliche Wochenfahrplan werde nun bestimmt vom Hexensabbat, dem grossen Verfallstag am Terminmarkt, der am Freitag nochmals zu Verwerfungen führen könne, schrieb Analyst Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel.

Halbjahreszahlen gab es von Rocket Internet . Händler urteilten, die Resultate des Start-Up-Investors hätten die Erwartungen übertroffen. Die im MDax notierten Titel gewannen 1,1 Prozent.

Die Aktien von Hellofresh trieb ein optimistischer Analystenkommentar an. Marcus Diebel von JPMorgan sieht mit einem neuen Kursziel von 18 Euro ein fast 50-prozentiges Kurspotenzial. Die Papiere des Kochboxen-Anbieters, der einst von Rocket Internet an die Börse gebracht wurde, gewannen im SDax mehr als 7 Prozent.

Für Bewegung sorgten zudem einige Umstufungen. So hatte die Berenberg Bank die Papiere der Deutschen Börse auf "Sell" abgestuft. Im gegenwärtigen Niedrigzinsumfeld sieht Analyst Chris Turner Gefahren für die Ertragskraft des Börsenbetreibers. Die Marktschätzungen für den Gewinn je Aktie seien zu hoch. Die Aktien verloren im Dax 1,1 Prozent. Schwächer waren nur Wirecard mit minus 3,1 Prozent.

Unter den Nebenwerten enttäuschte die Bauer AG mit einer Senkung der Gewinnprognose die Anleger. Die Papiere des Bau- und Maschinenbau-Unternehmens rutschten um mehr als 21 Prozent in den Keller./ajx/nas

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

(AWP)