Aktien Frankfurt: Dax pendelt um 13'000 Punkte

Der Dax hat am Dienstag weiter mit der viel beachteten Marke von 13'000 Punkten gerungen. Zuletzt stand der Leitindex gegen Mittag 0,04 Prozent höher bei 13'009,00 Punkten.
17.10.2017 12:01

Einen neuen Rekord gab es dank positiver Nachrichten zu Airbus und Hochtief beim MDax. Der Index, in dem die Aktien mittelgrosser Unternehmen vertreten sind, konnte aber seine deutlichen Gewinne nicht verteidigen und legte zuletzt nur noch um 0,07 Prozent auf 26'161,70 Punkte zu.

Der Technologiewerte-Index TecDax hingegen geriet angesichts eines Kursrutsches bei den Aktien von Sartorius unter Druck und gab um 0,47 Prozent auf 2'527,80 Punkte nach. Der Pharma- und Laborausrüster rechnet nicht mehr mit der Erreichung seiner ursprünglichen Jahresziele. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 bewegte sich kaum vom Fleck.

Hierzulande liessen Wirtschaftsnachrichten aus Deutschland die Anleger weitgehend kalt. Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im Oktober zwar weiter verbessert. Der entsprechende Indikator des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung stieg um 0,6 Punkte auf 17,6 Zähler. Bankvolkswirte hatten im Mittel allerdings einen deutlich stärkeren Zuwachs auf 20,0 Punkte erwartet.

Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, blieb derweil positiv gestimmt: "Die aktuelle konjunkturelle Situation ist nach wie vor äusserst solide." Zuletzt sei bereits ein kräftiger Auftragseingang in der deutschen Industrie vermeldet worden und auch die Industrieproduktion habe ein deutliches Plus verbucht.

Mit Blick auf die Einzelwerte rückten die Papiere von Airbus in den Fokus. Der Flugzeughersteller hatte zuvor die mehrheitliche Beteiligung an der Mittelstrecken-Flugzeugfamilie des kanadischen Wettbewerbers Bombardier bekanntgegeben. Laut einem Händler passt die entsprechende Serie grossartig zu Airbus. Die Anleger griffen bei den Papieren gern zu und verhalfen ihnen zu einem Plus von fast 3 Prozent.

Die Anteilsscheine von Hochtief gewannen rund 3 Prozent. Das Analysehaus Mainfirst hatte sich positiv zu den Papieren des Baukonzerns geäussert.

Mit Freude wurde auch das deutlich nach oben geschraubte Kursziel von Merrill Lynch für die Papiere von Infineon aufgenommen. Der Chiphersteller profitiere von den Megatrends der E-Mobilität und der immer stärker zunehmenden Automatisierung im Fahrzeugbau, hiess es vom Analysten Adithya Metuku. In einem "Bullenszenario" könne sich der Aktienkurs von Infineon sogar mehr als verdoppeln. Die Aktien kletterten nach dieser Einschätzung zuletzt um 2,67 Prozent auf 22,305 Euro - und waren vorher bei 22,34 Euro sogar so hoch wie seit fast 16 Jahren nicht mehr gestiegen./la/men

(AWP)