Aktien Frankfurt: Dax und MDax erreichen neue Rekordmarken - Wall Street treibt

Der Rekordjagd an der US-Börse hat dem Dax am Mittwoch eine weitere Bestmarke beschert. Der deutsche Leitindex erreichte am Vormittag bei gut 13 094 Punkten den höchsten Stand seiner fast 30-jährigen Geschichte. Zuletzt stand noch ein Plus von 0,72 Prozent auf 13 088,91 Punkte auf der Anzeigetafel.
18.10.2017 12:16

"Die Grundlagen für eine Fortsetzung der Rally sind auf jeden Fall gegeben - eine positive Stimmung an den Märkten sowie ein schwächerer Euro ", schrieb der Analyst Milan Cutkovic vom Handelshaus Axitrader. Eine schwache Gemeinschaftswährung kann den Exporteuren das Leben erleichtern.

Der MDax, in dem die Aktien mittelgrosser Unternehmen vertreten sind, schloss sich nach einem verhaltenen Start der positiven Stimmung an deutschen Aktienmarkt an und stieg ebenfalls auf ein Rekordhoch. Zuletzt ging es um 0,33 Prozent auf 26 303,78 Punkte nach oben.

Der Technologiewerte-Index TecDax zog zur Wochenmitte um 0,94 Prozent auf 2537,62 Punkte an. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte etwas moderater zu. Der wichtigste wirtschaftliche Impuls dürfte zur Wochenmitte der Konjunkturbericht der US-Notenbank werden. Dieser wird allerdings erst nach Börsenschluss in Europa veröffentlicht.

Unter den Favoriten im Dax stiegen die Anteilsscheine von ProSiebenSat.1 um knapp 1,5 Prozent. Die Analystin Laurie Davison von der Deutschen Bank schrieb in einer Branchenstudie zu europäischen TV-Gesellschaften, dass sich das Werbegeschäft in Deutschland und Grossbritannien zuletzt verbessert habe.

Am Dax-Ende fielen die Papiere von HeidelbergCement um rund 1 Prozent und litten damit unter einem skeptischen Analystenkommentar der US-Bank JPMorgan. Rajesh Patki bleibt für die vor allem auf Schwellenländer fokussierten Baustoffkonzerne vorsichtig. Bei HeidelbergCement sieht er sowohl Risiken für die Jahresziele des Unternehmens als auch für die Markterwartungen.

Zudem präsentierte Zalando bereits frische Zahlen zum abgelaufenen dritten Quartal. Der Onlinemodehändler hatte zwar noch einmal sein Wachstumstempo beschleunigt. Hohe Investitionen zum Ausbau des Geschäfts jedoch drückten stärker auf das Ergebnis als die meisten Experten angenommen hatten. Die Aktien waren im frühen Handel um bis zu 4,76 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Oktober abgesackt. Zuletzt erholten sich die Papiere wieder etwas.

Die Anteilsscheine von Dürr büssten knapp 2,5 Prozent ein. Der Anlagen- und Maschinenbauer wird zwar beim Auftragseingang immer zuversichtlicher. Anleger könnten jedoch argumentieren, dass das Unternehmen Aufträge zulasten der Margen annimmt, nannte ein Händler einen möglichen Grund für das Kursminus.

Für die Anteilsscheine von Borussia Dortmund ging es um knapp 4 Prozent nach unten. Dem aktuellen Bundesliga-Primus droht nach einer blamablen Vorstellung bei Aussenseiter Apoel Nikosia das vorzeitige Aus in der Champions League. Drei Tage nach der Niederlage gegen RB Leipzig musste das Team von Trainer Peter Bosz beim 1:1 auf Zypern einen weiteren schweren Rückschlag hinnehmen. "Wenn die Dortmunder so früh schon ausscheiden, entgehen ihnen Millioneneinnahmen", sagte ein Händler./la/ag

--- Von Lutz Alexander, dpa-AFX ---

(AWP)