Aktien Frankfurt Schluss: Anleger vor Fed-Entscheidung vorsichtig

Die Investoren am deutschen Aktienmarkt sind vor der anstehenden Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed und den Parlamentswahlen in den Niederlanden risikoscheu geblieben. Der Dax ging am Dienstag mit 11 988,79 Punkten aus dem Handel und damit hauchdünn unter seinem Vortagesschluss. Vorübergehend hatte ein Ölpreisrutsch infolge des Bekanntwerdens einer wieder höheren Fördermenge Saudi-Arabiens für etwas deutlichere Verluste gesorgt.
14.03.2017 18:16

Der Index der mittelgrossen Unternehmen MDax trat mit einem Miniplus von 0,03 Prozent auf 23 427,38 Zähler unter dem Strich nahezu auf der Stelle. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,21 Prozent auf 1978,33 Punkte nach oben.

FED MUSS LIEFERN

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,47 Prozent auf 3399,43 Punkte nach. In Paris geriet der CAC-40 ähnlich unter Druck und der Londoner FTSE 100 sank moderat.

Beherrschendes Thema bleibt die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Da eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Grunde in die Kurse eingepreist sei, dürfte die Reaktion der Anleger vor allem von den Erwartungen an weitere Zinsschritte abhängen, erklärte Analyst Craig Erlam vom Broker Oanda. Turbulent könnte es zudem zugehen, sollte die Fed nicht den signalisierten Zinsschritt unternehmen.

INNOGY PROFITIEREN VON ÜBERNAHMEFANTASIE - RWE STEIGEN AUCH

Auf der Unternehmensseite waren nach einem entsprechenden Medienbericht Übernahmespekulationen bei der RWE-Ökostromtochter Innogy das Gesprächsthema des Tages. RWE stellte klar, die Mehrheit an Innogy behalten zu wollen und der französische Wettbewerber Engie dementierte laut einem Pressebericht ein Kaufinteresse. Die Innogy-Papiere schnellten dennoch an der Spitze des MDax um 4,31 Prozent nach oben. Die RWE-Aktien waren mit einem Plus von 6,48 Prozent der Favorit im Dax. Neben den Spekulationen um Innogy lieferte hier ein überraschend guter Geschäftsausblick für 2017 Rückenwind.

Ein positiver Analystenkommentar der schweizerischen Bank Credit Suisse zu sich aufhellenden Geschäftsperspektiven in den USA verhalf den Aktien des Chemikalienhändlers Brenntag zu einem Plus von 1,60 Prozent. Im TecDax machten die Papiere des Laborgeräteherstellers Stratec Biomedical kurz vor ihren Abschied auf dem Index mit einem Anstieg um 8,64 Prozent das Rennen. Ein Börsianer lobte den Dividendenvorschlag und den Ausblick auf das laufende Jahr.

WACKER CHEMIE ENTTÄUSCHEN MIT AUSBLICK UND DIVIDENDE

Der Spezialchemiekonzern Wacker Chemie enttäuschte mit seinem Ausblick und der stabil gehaltenen Dividende. Die Papiere fielen um mehr als ein halbes Prozent. Beim Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise konnte der Margenausblick die Anleger nicht überzeugen - der Kurs gab um mehr als 1 Prozent nach.

Für einen Euro mussten zuletzt 1,0638 US-Dollar gezahlt werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0631 (Montag: 1,0663) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte 0,9407 (0,9378) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,18 Prozent am Montag auf 0,20 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,11 Prozent auf 141,37 Punkte. Der richtungweisende Bund Future gewann 0,31 Prozent auf 159,57 Punkte./mis/edh

(AWP)