Aktien Frankfurt Schluss: Dax dank Wall Street mit starkem Wochenstart

FRANKFURT (awp international) - Der Dax ist dank des Rückenwindes aus den USA kraftvoll in die neue Woche gestartet. Der deutsche Leitindex schloss am Montag 1,27 Prozent höher bei 10 624,08 Punkten. Die jüngsten Verluste sind damit mehr als wettgemacht.
10.10.2016 18:11

Nach dem erneuten Sieg von Hillary Clinton im zweiten TV-Duell im US-Präsidentschaftswahlkampf gegen Donald Trump präsentierten sich die Börsen dies- und jenseits des Atlantiks freundlich. Positives hatte es am Morgen bereits vom deutschen Aussenhandel gegeben: Die Exporte waren im August so stark wie seit sechs Jahren nicht mehr gestiegen.

DEUTSCHE BANK DREHEN INS PLUS

Für den Index der mittelgrossen Unternehmen MDax ging es um 0,94 Prozent auf 21 474,68 Zähler nach oben. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 1,04 Prozent auf 1812,50 Punkte.

Die Aktien der Deutschen Bank - am Morgen noch der grösste Verlierer - zählten schliesslich zu den grössten Gewinnern und trugen ebenfalls zur Stimmungsaufhellung auf dem Börsenparkett bei. Konzernchef John Cryan hatte bei seinem Gesprächen in Washington zwar einem Pressebericht zufolge keine Einigung mit der US-Justiz über windige Hypotheken-Deals aus der Zeit vor der Finanzkrise erreicht. Marktbeobachter Jens Klatt geht aber davon aus, dass es zeitnah doch noch zu einer gütlichen Einigung zwischen der Bank und der US-Justiz kommen wird. Die Papiere stiegen um mehr als 3 Prozent.

INNOGY UND RWE IM MINUS

Die Aktien der jüngst an die Börse gebrachten RWE-Ökostromtochter Innogy verloren 0,69 Prozent auf 35,75 Euro. Damit kosteten sie etwas weniger als am Freitag, als sie exakt auf der Höhe des Ausgabekurses von 36 Euro aus dem Handel gegangen waren. Die Analysten der Banken blieben überwiegend verhalten in ihrer Bewertung der Papiere.

Für die Anteile des Mutterkonzerns RWE ging es als Dax-Schlusslicht um 0,26 Prozent nach unten, nachdem die Papiere bereits am Freitag nach dem Innogy-Börsengang um mehr als 7 Prozent eingebrochen waren. Commerzbank-Analystin Tanja Markloff verwies auf politische Risiken und eine Überschuss-Verwässerung infolge des Verkaufs von Innogy-Anteilen.

STAHLWERTE ZIEHEN AN

Stahlwerte profitierten weiter von EU-Strafzöllen gegen China. Die Papiere von Thyssenkrupp gewannen knapp 3 Prozent. Für die Anteilsscheine von Salzgitter ging es als bester MDax-Wert sogar um gut 4 Prozent hinauf.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zog um 1,17 Prozent auf 3035,76 Punkte an. Aufwärts ging es auch für den Pariser CAC 40 und den Londoner FTSE 100 . Der US-Leitindex Dow Jones Industrial legte zum europäischen Handelsschluss ebenfalls zu.

EUROKURS STEIGT

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von minus 0,12 Prozent auf minus 0,11 Prozent. Der Rentenindex Rex rückte um 0,01 Prozent auf 143,41 Punkte vor. Der Bund-Future gab um 0,37 Prozent auf 163,40 Punkte nach. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1160 (Freitag: 1,1140) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8961 (0,8977) Euro./la/he

(AWP)