Aktien Frankfurt Schluss: Dax geht kaum verändert ins Wochenende

Der Dax hat am Freitagnachmittag positiv auf die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten reagiert und sein zwischenzeitliches Minus von 0,7 Prozent nahezu wettgemacht. Letztlich verlor der deutsche Leitindex 0,05 Prozent und endete damit auf seinem Tageshoch bei 12 225,06 Punkten. Daraus resultierte ein Wochenverlust von 0,7 Prozent. Vor dem Arbeitsmarktbericht hatte der US-Raketenangriff auf Syrien für Zurückhaltung unter den Anlegern gesorgt.
07.04.2017 18:21

Der MDax , der die Aktien mittelgrosser Unternehmen repräsentiert, rückte am Freitag um 0,38 Prozent auf 24 202,32 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,58 Prozent auf 2046,28 Punkte.

Der Euro bröckelte nach den US-Daten bis auf 1,0610 US-Dollar ab, dem tiefsten Stand seit Mitte März. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0630 (Donnerstag: 1,0666) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9407 (0,9376) Euro.

EXPERTEN BEWERTEN US-ARBEITSMARKTDATEN UNTERSCHIEDLICH

Die Arbeitslosenquote in den USA war im März auf 4,5 Prozent gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Beginn der Finanzkrise 2007. Allerdings wurden deutlich weniger neue Arbeitsplätze geschaffen als erwartet. Ausserhalb der Landwirtschaft kamen 98 000 Stellen hinzu. Dies ist der schwächste Anstieg seit Mai 2016. Die Lohnentwicklung blieb verhalten.

Der US-Arbeitsmarkt sei in einer soliden Verfassung, kommentierte Helaba-Volkswirt Ulrich Wortberg die Daten vom März. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent sei der niedrigste Stand seit knapp 10 Jahren erreicht worden. Trotz schwachen Lohndrucks gebe es für die US-Notenbank keinen Grund, den eingeschlagenen Zinserhöhungspfad zu verlassen. Andere Experten sprachen von enttäuschenden Daten und Störsignalen vom Arbeitsmarkt.

ANALYSTENKOMMENTARE BEFLÜGELN HELLA

Zu den besten Einzelwerten am deutschen Markt zählten die Aktien von Hella mit plus 2,7 Prozent. Die Papiere des Autoleuchten-Spezialisten profitierten von positiven Reaktionen auf die Geschäftszahlen vom Vortag. Die Umsatzentwicklung habe im dritten Geschäftsquartal bereits Fahrt aufgenommen und dürfte noch dynamischer werden, schrieb Analyst Björn Voss von Warburg Research.

Um rund 1 Prozent abwärts ging es dagegen für die Aktien von Fraport nach einer Mainfirst-Studie. Analyst Tobias Sittig riet zu Gewinnmitnahmen, nachdem die Papiere des Frankfurter Flughafenbetreibers am Vortag ein Rekordhoch erreicht hatten.

LUFTHANSA AM DAX-ENDE

Im Dax bildeten die Papiere von Lufthansa mit einem Minus von mehr als 2 Prozent das Schlusslicht. Händler führten das vor allem auf die verschärfte geopolitische Lage nach dem US-Angriff auf eine syrische Militärbasis zurück.

Bei den Anteilscheinen der Merck KGaA sorgte ein negativer Analystenkommentar für einen Verlust von 0,6 Prozent. Analyst Analyst Stephen McGarry von der britischen Investmentbank rechnet mit steigenden Investitionen in Forschung und Entwicklung und entsprechendem Ergebnisdruck. Er sieht die Aktien nun skeptisch.

WALL STREET KAUM VERÄNDERT

An den übrigen europäischen Börsen gab es am Donnerstag kein einheitliches Bild. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,18 Prozent auf 3495,80 Punkte. Der Pariser CAC-40-Index stieg um 0,3 Prozent, der Londoner FTSE-Index um 0,6 Prozent. In den USA notierte der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss kaum verändert.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,06 auf 0,05 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,03 Prozent auf 142,39 Punkte. Für den Bund Future ging es um 0,23 Prozent auf 162,87 Punkte nach oben./edh/he

(AWP)