Aktien Frankfurt: Überraschend gutes Geschäftsklima schiebt Dax weiter an

FRANKFURT (awp international) - Der Dax hat am Montag dank eines überraschend guten Geschäftsklimas in Deutschland an seinen positiven Trend der Vorwoche angeknüpft. Das Plus von zuletzt 0,89 Prozent auf 10'237,57 Punkte ist der höchste Stand seit dem Brexit-Rückschlag im Juni.
25.07.2016 14:45

Der MDax der mittelgrossen Unternehmen rückte um 0,56 Prozent auf 20'926,35 Punkte vor. Der Technologiewerte-Index TecDax gewann 0,47 Prozent auf 1'682,79 Zähler. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 0,53 Prozent auf 2'987,97 Punkte hinauf.

Die Umfrage-Ergebnisse des Ifo-Instituts hatten auf ganzer Linie überzeugt: Sowohl die Einschätzung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen waren besser ausgefallen als von Volkswirten erwartet. Das vom Institut ermittelte Geschäftsklima gilt als der wichtigste deutsche Konjunkturindikator. "Der Markt glaubt an die Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft", kommentierte Experte Niall Delventhal vom Analysehaus DailyFX.

SARTORIUS AUF REKORDKURS

Bevor die Berichtssaison in den kommenden Tagen richtig durchstartet, spendeten die Anleger bereits am Montag dem Labor- und Pharmazulieferer Sartorius Beifall. Nach einer Prognoseanhebung für das Geschäftsjahr 2016 sprangen die im TecDax notierten Vorzugsaktien zeitweise auf ein neues Hoch bei 72,19 Euro. Zuletzt rückten sie als einer der besten Werte in dem Technologie-Barometer um 2,88 Prozent auf 71,06 Euro vor.

Die Papiere des Autozulieferers ElringKlinger erhielten angesichts einer Abstufung durch JPMorgan und Kurszielsenkungen anderer Analysehäuser einen weiteren Dämpfer. Im SDax verloren sie zuletzt 0,69 Prozent. Bereits am Freitag waren die Anteile um mehr als 13 Prozent eingebrochen, nachdem das Unternehmen mit einer Gewinnwarnung seine Aktionäre in die Flucht getrieben hatte.

Ansonsten verzeichnete der Autosektor aber die grössten Gewinne unter den Stoxx-600-Branchenindizes. Im vorderen Dax-Feld gewannen die Aktien von Volkswagen , BMW und Daimler jeweils rund eineinhalb Prozent dazu.

LUFTHANSA WEITER UNTER DRUCK

Die Anteile der Lufthansa blieben nach einer Abstufung der UBS hingegen unter Druck und büssten zuletzt 0,19 Prozent ein. Von den günstigeren Treibstoffpreisen bleibe nicht viel bei der Fluggesellschaft hängen, vermutete Analyst Jarrod Castle./ajx/fbr

(AWP)