Aktien Frankfurt: Vorsichtige Erholung nach Kursrutsch vom Vortag (AF)

Der Dax hat sich am Mittwoch nach seinen hohen Vortagsverlusten stabilisiert. Zwar bröckelten die Gewinne in der ersten Handelsstunde etwas ab, doch notierte der Leitindex zuletzt noch 0,21 Prozent im Plus bei 11 298,11 Punkten. Auf die Laune drückten unter anderem die Quartalszahlen der Deutschen Bank. Auch aktuelle Stimmungsdaten aus der Industrie und dem Dienstleistungssektor der Eurozone waren dem Markt keine Hilfe.
24.10.2018 10:11

Beim MDax und auf europäischer Bühne war der Schwung grösser als beim Dax. Der Index der mittelgrossen deutschen Unternehmen kletterte um 0,49 Prozent auf 23 524,31 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um gut ein halbes Prozent auf 3157,98 Zähler nach oben.

Rückenwind lieferten die Vorgaben aus Übersee: Die Wall Street hatte am Vorabend nach Handelsschluss in Europa ihre Verluste eingedämmt und die Asien-Börsen präsentierten sich überwiegend freundlich. Börsianern zufolge handelt es sich aber vorerst nur um einen Erholungsversuch. "Insgesamt bleibt der Ausblick für den Dax negativ", sagte Marktanalyst Milan Cutkovi vom Broker AxiTrader. Die Liste der potenziellen Risiken sei lang und die Bilanzsaison könne bislang aufgrund der hohen Erwartungen nicht die nötigen positiven Impulse liefern.

An diesem Mittwoch richten sich die Blicke der Anleger nun auf zahlreiche Unternehmenszahlen aus den USA. Aber auch hierzulande gab es am Morgen einige Resultate zu verarbeiten. Die Deutsche Bank konnte ihre Anleger nicht damit überzeugen, dass das Institut nach drei zurückliegenden Verlustjahren im Gesamtjahr 2018 wieder einen Gewinn anpeilt. Analysten äusserten sich eher skeptisch: Laut Jernej Omahen von Goldman Sachs hat die Bank aus operativer Sicht eher schwach abgeschnitten. Ihre Papiere sackte am Dax-Ende um etwa 4 Prozent ab.

Unter den Dax-Werten waren die Aktien von Adidas mit plus 1,5 Prozent gefragt, während der jüngste Kursrutsch bei Infineon um mehr als 3 Prozent weiter ging. Beide Aktien wurden von branchenübergreifenden Bewegungen mitgezogen. Lifestyle-Produkte wie im Falle von Adidas waren unter anderem wegen positiver Umsatzzahlen des Luxusgüterkonzerns Kering gefragt.

Infineon dagegen blieben auf Talfahrt, weil Chipwerte allgemein unter einer vorsichtigen Prognose von Texas Instruments litten. Folgen hatte dies hierzulande auch bei Dialog Semiconductor mit einem Abschlag von 1,3 Prozent. Auch für die Papiere des Waferherstellers Siltronic ging es weiter nach unten.

Der Stahlhändler Klöckner & Co enttäuschte den Markt teilweise mit seinen Eckdaten zum dritten Quartal und einem nur bestätigten Ausblick. Die Aktie fiel um 2,7 Prozent.

Vor Zahlen bereits ging es im MDax für die MTU -Papiere in der Spitzengruppe im MDax um 2 Prozent nach oben. Händler verwiesen hier als Treiber auf einen Bericht im "Platow Brief" mit einer optimistischen Vorschau - mit der Spekulation über eine mögliche Anhebung des Ausblicks./tih/mis

(AWP)