Aktien New York Ausblick: Umsatzschwäche der Internet-Giganten verschreckt

Enttäuschende Geschäftsberichte der Internet-Giganten Amazon und Alphabet dürften die Sorgen der Anleger an den US-Börsen wieder schüren. Nachdem tags zuvor die Wall Street und insbesondere die technologielastigen Nasdaq-Indizes zur Erholungsrally angesetzt hatten, dürften nun wieder deutliche Verluste folgen. Etwas besser als gedachte Zahlen zum Wirtschaftswachstum der USA lieferten zunächst nur wenig Rückenwind.
26.10.2018 14:51

Der Broker IG taxierte den Dow Jones Industrial am Freitag rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsauftakt mit minus 1,11 Prozent auf 24 709 Punkte. Im Wochenverlauf stünde damit ein Verlust von knapp 3 Prozent zu Buche.

Am Vorabend hatten sowohl der Online-Händler Amazon als auch die Google-Mutter Alphabet mit ihrem Quartalsumsatz enttäuscht. Amazon meldete sogar den zweiten Wachstumsrückgang in Folge. Zahlreiche Analysten reagierten mit Kurszielsenkungen. Goldman-Analyst Heath Terry sieht in der Aktie aber weiterhin das beste Chance-Risiko-Verhältnis im Internet-Bereich und bekräftigte sein Anlageurteil auf "Conviction Buy". Auch für Alphabet senkten zahlreiche Experten ihre Kursziele. Während die Anteilsscheine von Amazon vorbörslich 7,5 Prozent einbüssten, gaben die A-Aktien von Alphabet um 4,5 Prozent nach.

Um etwas mehr als 13 Prozent ging es vorbörslich abwärts für die Papiere von Snap . Die Foto-App Snapchat verlor im Sommerquartal weiter Nutzer und rechnet auch nicht mit einer raschen Trendwende.

Der Zahnpasta-Hersteller Colgate-Palmolive meldete für das abgelaufene Quartal seinen ersten organischen Umsatzrückgang seit mehr als zehn Jahren. Die Anleger reagierten auch hier bereits vor dem Handelsstart und straften das Papier ab. Es sank um etwas mehr als 5 Prozent.

Intel konnte dagegen die Anleger überzeugen, was sich vorbörslich in Kursgewinnen von knapp 1,5 Prozent widerspiegelte. Der Umsatz des weltweit zweitgrössten Chipkonzerns im dritten Quartal übertraf selbst die höchste Analystenerwartung. Zudem blickt der Dow-Konzern nun auch optimistischer in die Zukunft.

Fiat Chrysler hingegen litten vor dem Handelsstart bereits unter einer negativen Studie der britischen Bank HSBC und gaben um knapp 3 Prozent nach. Nach der Abspaltung des Zulieferers Magneti Marelli sei der letzte Kurstreiber weg, schrieb Analyst Giulio Pescatore und strich seine Kaufempfehlung. In den USA kämpfe der Konzern mit höheren Rohstoffpreisen und in Europa und China verschlechtere sich das Marktumfeld./ck/mis

(AWP)