Aktien New York: Indizes weiten Verluste aus - Dow unter 25 000 Punkten

Die Wall Street hat am Mittwoch ihre anfänglichen Verluste ausgeweitet. Als Belastung erwiesen sich die überwiegend enttäuschenden Quartalsberichte mehrerer Unternehmen. Hoffnungen, dass der US-Aktienmarkt nach der deutlichen Eindämmung der zunächst heftigen Kursabschläge am Dienstag nun die Trendwende schaffen könnte, erwiesen sich damit erst einmal als verfrüht.
24.10.2018 17:28

Am besten hielt sich zur Wochenmitte noch der US-Leitindex Dow Jones Industrial , der mit einem Minus von 0,91 Prozent auf 24 961,03 Punkte aber wieder unter 25 000 Punkte rutschte. Dabei stützten ihn erfreuliche Geschäftszahlen des Flugzeugbauers Boeing , der sich damit positiv von den anderen Berichtsunternehmen abhob.

Die Chartexperten von Indexradar sahen im "ausbleibenden Kaufinteresse an der zuvor stets stabilisierenden 25 000er-Marke ein klares Schwächezeichen" für den Dow. Mittelfristig seien daher weitere Verkäufe zu befürchten, und "Luft nach unten ist genug", so die pessimistische Prognose.

Für die übrigen US-Aktienindizes ging es am Mittwoch noch stärker bergab: Der marktbreite S&P 500 verlor 1,11 Prozent auf 2710,34 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 1,63 Prozent auf 7002,49 Zähler.

Dass Boeing nach einem überraschend guten Sommerquartal die Latte für den Gewinn im laufenden Jahr erneut höher legte, liess die zuletzt schwächelnden Aktien um fast ein Prozent steigen. Damit gehörten sie zu den Favoriten der Anleger im Leitindex.

Dagegen stiessen die Geschäftszahlen anderer Firmen auf wenig Begeisterung. Die Papiere von Texas Instruments gehörten mit einem Minus von knapp fünf Prozent auf 95,34 US-Dollar zu den grössten Verlierern im Nasdaq 100 und notierten damit zudem so tief wie zuletzt im vergangenen Dezember. Analysten sprachen von mässigen Quartalsresultaten des Chipspezialisten, der zudem die Ziele für das Schlussquartal nach unten revidiert hatte.

Beim Telekomkonzern AT&T mussten die Anleger trotz der Umsatz- und Gewinnsteigerung durch die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner einen Kursrutsch von fast 7 Prozent verkraften. Experten hatten in einigen Punkten mehr von den Zahlen erwartet. So war der um Kosten für Übernahmen und andere Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie weniger stark gestiegen als erwartet. Zudem war erstmals seit fünf Quartalen die Zahl der Vertragskunden gesunken.

Die Aktien des Paketdienstes UPS büssten trotz eines Gewinnsprungs aufgrund geringerer Steuern im dritten Quartal annähernd dreieinhalb Prozent ein. Dem Deutsche-Post-Konkurrenten hatten gestiegene Kosten und hohe Investitionen auf dem heimischen Markt zu schaffen gemacht. Dazu war der Umsatzanstieg schwächer ausgefallen als erwartet./gl/he

(AWP)