Audi legt Streit mit Händlern in China bei

Die VW-Tochter Audi hat einen Streit mit ihren Vertragshändlern in China beigelegt, der ihre Geschäfte auf dem weltweit grössten Automarkt hätte beeinträchtigen können. Die Übereinkunft mit dem chinesischen Partner sei ein Meilenstein für das Audi-Geschäft in China, sagte Audi-Vertriebsvorstand Dietmar Voggenreiter.
21.05.2017 11:05

Die Einigung wurde mit der FAW-Gruppe, dem Gemeinschaftsunternehmen von FAW, und Audi sowie der Händlervereinigung getroffen, wie der Audi-Vertriebsvorstand am Samstag mitteilte. Man habe sich darauf verständigt, dass Audi-Modelle aus einer Partnerschaft zwischen dem Autobauer und der chinesisches SAIC Motor Corp über das bereits bestehende Händlernetz in China verkauft werden sollten.

Einem Insider zufolge haben sich die Beteiligten "auf einen Zehn-Jahre-Wachstumsplan verständigt, um das Geschäft in China auf profitable und nachhaltige Weise zu entwickeln".

Hintergrund des Streits ist die Entscheidung von Audi, neben der Partnerschaft mit FAW auch ein Bündnis mit SAIC einzugehen. Die Audi-Händler befürchteten dadurch neue Konkurrenz und Schwierigkeiten bei ihrer Absatz- und Gewinnsteigerung. Sie forderten Ausgleichszahlungen. Während der Verhandlungen zwischen Audi und den Händlern lief der Vertrieb schleppend.

(AWP)