Bayer will Covestro-Beteiligung nach Kursrally teilweise versilbern

(Händler-Angaben zu Platzierungsspanne, Aktueller Kurs) - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer nutzt das gute Börsenumfeld für einen Teilverkauf der Beteiligung an seiner Kunststofftochter Covestro . Zunächst will der im Dax gelistete Konzern aber Mehrheitsaktionär bleiben, wie aus einer Unternehmensmitteilung vom Dienstag nach Börsenschluss hervorging.
28.02.2017 21:27

Vor der Platzierung hielt Bayer 64,2 Prozent an Covestro. In einem sogenannten beschleunigten Bookbuilding-Verfahren werden nun nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg 22 Millionen Papiere oder rund 10,9 Prozent an Covestro angeboten.

Auf Basis des Xetra-Schlusskurses würde das in etwa 1,56 Milliarden Euro entsprechen. Allerdings sind bei Platzierungen in dieser Grössenordnung Preisabschläge üblich. Nach Informationen eines Händlers sollen die Aktien für 66,50 bis 66,80 Euro das Stück platziert werden. Der Covestro-Kurs rutschte nachbörslich im Vergleich zum Xetra-Hauptgeschäft bei Tradegate um rund 6 Prozent auf 66,811 Euro abgerutscht.

Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen über eine Verringerung der Covestro-Beteiligung gegeben - auch weil Bayer Geld für die geplante milliardenschwere Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto braucht. Bayer will für mindestens 90 Tage keine weiteren Aktien abgeben. Eine vollständige Trennung von Covestro bleibt für die kommenden Jahre geplant.

Bayer hatte das Unternehmen im Oktober 2015 zu einem Ausgabepreis von 24,00 Euro je Aktie an die Börse gebracht. Seither ging es steil bergauf. Erst in der vergangenen Woche hatten die Covestro-Papiere ein Rekordhoch über der Marke von 73 Euro erklommen. Ihr Wert hatte sich damit seit dem Börsengang mehr als verdreifacht./mis/tos/zb

(AWP)