Bayer will Covestro-Beteiligung teilweise versilbern - Platzierung gestartet

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer will die Beteiligung an seiner Kunststofftochter Covestro nach dem zuletzt starken Lauf der Aktien reduzieren. Dazu wurde ein sogenanntes beschleunigtes Bookbuilding-Verfahren gestartet, wie der im Dax gelistete Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Die Papiere sollen an diesem Mittwoch zugeteilt werden. Die Leverkusener hielten vor der Platzierung 64,2 Prozent an dem MDax -Unternehmen und wollen vorerst Mehrheitseigner bleiben. Die Covestro-Aktien fielen auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Schluss des Xetra-Hauptgeschäfts um mehr als 3 Prozent.
28.02.2017 18:10

Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen über eine Verringerung der Covestro-Beteiligung gegeben - auch weil Bayer Geld für die geplante milliardenschwere Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monanto braucht. Bayer verpflichtet sich, in den nächsten 90 Tagen keine weiteren Aktien abzugeben. Wie früher bereits angekündigt, will sich der Konzern in den kommenden Jahren vollständig von Covestro trennen.

Bayer hatte das Unternehmen im Oktober 2015 zu einem Ausgabepreis von 24,00 Euro an die Börse gebracht. Seither ging es steil bergauf. Erst in der vergangenen Woche hatten die Covestro-Papiere ein Rekordhoch von über 73 Euro erklommen. Ihr Wert hatte sich damit seit dem Börsengang mehr als verdreifacht./mis/tos

(AWP)