Bewährungsstrafen nach Attacke auf Air-France-Manager gefordert

Bobigny (awp/sda/afp) - Knapp ein Jahr nach der Attacke auf Manager von Air France hat die Staatsanwaltschaft Bewährungsstrafen gegen fünf Mitarbeiter der Fluggesellschaft gefordert. Die Anklage plädierte am Mittwoch vor dem Gericht in Bobigny östlich von Paris für zwei bis vier Monate Haft auf Bewährung.
28.09.2016 16:07

Zehn weitere Angeklagte sollen wegen Sachbeschädigung zu Geldstrafen verurteilt werden. Damit kämen die fünf Hauptbeschuldigten vergleichsweise glimpflich weg.

Ihnen drohten wegen körperlicher Gewalt bis zu drei Jahre Haft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, im Oktober 2015 zwei Mitglieder des Managements von Air France körperlich angegriffen zu haben. Die zehn weiteren Angeklagten sollen ein Tor auf dem Firmengelände zerstört haben.

Damals hatten bei Protesten gegen den Sparplan rund hundert Mitarbeiter eine Versammlung der Geschäftsführung gestürmt. Im Tumult wurden zwei Managern die Hemden zerrissen. Der Personalchef der Fluggesellschaft, Xavier Broseta, und der Verantwortlichen für die Langstrecke, Pierre Plissonnier, kletterten schliesslich über einen Zaun, um sich vor den wütenden Mitarbeitern zu retten. Der Sparplan sieht den Abbau von 2900 Stellen bei der Fluggesellschaft vor.

(AWP)