Börsen in Asien nach Rede von Fed-Chefin uneinheitlich

Tokio/Singapur (awp/sda/reu) - Die Aktienmärkte in Fernost haben nach der Rede von Fed-Chefin Janet Yellen keine gemeinsame Richtung gefunden. Während die meisten Börsen der Region nach Yellens Hinweis auf eine baldige Zinserhöhung Verluste hinnehmen mussten, legte der japanische Markt am Montag zu.
29.08.2016 08:55

Hier zeigten die Anleger vor allem Interesse an Exporttiteln. Wegen der Zinsspekulationen wertete die japanische Währung ab und verbesserte damit die Chancen der heimischen Firmen auf dem Weltmarkt.

Der Tokioter Leitindex Nikkei mit seinen 225 führenden Werten schloss 2,3 Prozent höher bei 16'737 Punkten. Der MSCI-Index für asiatische Aktien ausserhalb Japans notierte dagegen rund ein Prozent niedriger.

Fed-Chefin Yellen hatte am Freitag in ihrer mit Spannung erwarteten Rede auf der Notenbanker-Konferenz in Jackson Hole signalisiert, dass die Federal Reserve die Zügel in der Geldpolitik anziehen wird. Auf einen genauen Zeitpunkt für eine Zinserhöhung legte sie sich aber nicht fest.

Vom schwächeren Yen profitierten in Japan vor allem exportabhängige Autobauer: So erhöhten sich die Aktien von Toyota und Honda um jeweils rund vier Prozent, Mazda -Papiere legten sogar gut sechs Prozent zu.

Die Aussicht auf eine US-Zinserhöhung liess auch japanische Versicherungswerte glänzen, weil sich die Unternehmen Hoffnungen auf höhere Erträge aus ihren Investitionen in US-Staatsanleihen machen können. Aktien von Dai-ichi-Life Insurance schossen gut fünf Prozent in die Höhe.

Der Dollar stieg auf 102,34 Yen. Der Euro wurde mit 1,1200 Dollar gehandelt. Der Schweizer Franken notierte zum Euro mit 1,0942 und zum Dollar mit 0,9767.

mk

(AWP)