Colgate-Palmolive leidet unter Flaute in Brasilien und China

Der US-Zahnpasta- und Seifenkonzern Colgate-Palmolive ist im dritten Quartal von einem schwachen Brasilien-Geschäft gebremst worden. Auch in China hakte es, weil die Lager im Handel noch voll waren und weniger geordert wurde. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 3 Prozent auf 3,8 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Freitag mitteilte. Vor allem der starke Dollar im Vergleich zu lateinamerikanischen Währungen wirkte sich ungünstig aus. Ohne Währungseffekte und ohne Zu- und Verkäufe sank der Umsatz um 0,5 Prozent.
26.10.2018 13:45

Beim Ergebnis schlugen Kosten aus dem laufenden Sparprogramm, höhere Ausgaben für Werbung sowie Belastungen im Zuge der US-Steuerreform durch. Der Nettogewinn sank dadurch um 14 Prozent auf 523 Millionen Dollar. Je Aktie fiel ein bereinigter Gewinn von 0,72 Dollar an, was den Erwartungen der Analysten entsprach.

Konzernchef Ian Cook sprach von einem schwierigen Quartal, in vielen Märkten sei der Konzern nicht richtig voran gekommen. Preiserhöhungen hätten aber zumindest einen Teil der höheren Rohstoff- und Transportkosten abfedern können. Im vierten Quartal dürfte der Umsatz wegen der Währungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich sinken. Organisch will der Konzern aber wieder leicht wachsen. Für das Gesamtjahr rechnet Colgate mit einem Zuwachs beim bereinigten Gewinn je Aktie von 3 bis 4 Prozent./she/men/jha/jha/

(AWP)