Deutsche Bank will Goldpreis-Rechtsstreit mit 60 Millionen US-Dollar beilegen

NEW YORK (awp international) - Die Beilegung eines Rechtsstreits in den USA um den Vorwurf von Absprachen beim Goldpreis dürfte die Deutsche Bank 60 Millionen Dollar kosten. Diese Summe geht aus einem Vergleichsvorschlag hervor, der am Freitag bei einem New Yorker Bezirksgericht eingereicht wurde.
04.12.2016 18:16

Anleger hatten der Deutschen Bank und anderen Geldhäusern vorgeworfen, den Goldpreis zu ihren Ungunsten manipuliert zu haben. Mittels einer Sammelklage forderten sie Schadenersatz. In einem ähnlichen Fall, bei dem es um den Silberpreis ging, hatte die Deutsche Bank im Oktober einen 38 Millionen Dollar teuren Vergleich ausgehandelt.

Der zivilrechtliche Vergleich zwischen der Bank und den Goldpreis-Klägern muss noch von einem Richter abgesegnet werden. Die Deutsche Bank räumt dabei allerdings keinerlei Schuld ein. Ein Sprecher des Frankfurter Geldhauses lehnte einen Kommentar zu dem Rechtsstreit ab.

Die Deutsche Bank kämpft derzeit an vielen rechtlichen Fronten. Besonders brisant ist eine milliardenschwere Forderung des US-Justizministeriums wegen Hypotheken-Deals aus der Zeit vor der Finanzkrise./das

(AWP)