Devisen: Euro deutlich über 1,18 US-Dollar - Polit-Chaos in USA stützt

Der Euro hat am Dienstag die starken Kursgewinne des Vortages nahezu gehalten. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1822 US-Dollar gehandelt und damit nur etwas tiefer als am Vorabend. Am Montagabend war der Euro zeitweise bis auf 1,1846 Dollar gestiegen und erreichte ein neues Hoch seit Anfang 2015. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag deutlich tiefer auf 1,1727 Dollar festgesetzt.
01.08.2017 08:15

Das anhaltende Polit-Chaos in Washington und enttäuschende US-Konjunkturdaten hatten den Dollar zum Wochenauftakt auf breiter Front belastet. Im Gegenzug erhielt der Euro kräftig Auftrieb. "Ich bin sicher, nicht nur mich erinnert das ganze Drama und die Verwicklungen in Washington an das Drehbuch einer Seifenoper", kommentierte Devisenexpertin Esther Reichelt von der Commerzbank. Es setze sich die Erkenntnis durch, dass es mit dem anhaltenden Streit im amerikanischen Regierungslager schwierig wird, eine Mehrheit für die von US-Präsident Donald Trump versprochene Reformagenda zu erreichen.

Neben dem Polit-Chaos sorgten auch enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA für Auftrieb beim Euro. Am Vortag war ein Indikator zur Stimmung von Einkaufsmanagern in der Region Chicago unerwartet stark gefallen. Im weiteren Handelsverlauf könnten positive Konjunkturdaten aus der Eurozone die Gemeinschaftswährung weiter stützen. Auf dem Programm stehen Daten zum Wirtschaftswachstum in der Eurozone und Daten vom deutschen Arbeitsmarkt./jkr/stb

(AWP)