Energiewende hinterlässt wohl ihre Spuren im MDax

FRANKFURT (awp international) - Die Energiewende wird voraussichtlich noch vor Weihnachten die Dax-Familie aufmischen: Zur anstehenden Index-Überprüfung werden nach Experteneinschätzungen die jüngst an die Börse gebrachte Eon-Beteiligung Uniper und die RWE-Tochter Innogy in den MDax aufgenommen. Die Deutsche Börse gibt etwaige Veränderungen an diesem Montag nach Börsenschluss bekannt. In Kraft treten sie dann am Montag, 19. Dezember.
05.12.2016 06:38

Im deutschen Leitindex Dax sollte alles beim Alten bleiben. Auch in den zwei wichtigsten europäischen Indizes - dem EuroStoxx 50 und dem Stoxx Europe 50 - stehen keine Änderungen an.

Eons Kraftwerkstochter Uniper und die Erneuerbare-Energien-Tochter Innogy von RWE dürften ab Montag, 19. Dezember, im MDax zu finden sein. Ausscheiden müssen dafür wohl der Klinikbetreiber Rhön und der Werkzeugmaschinen-Hersteller DMG Mori, die beide dann in den SDax absteigen. Der Grossküchengeräte-Hersteller Rational, dessen Platz im MDax wegen seiner relativ schwachen Börsenumsätze wackelt, dürfte sich vorerst weiter im Index behaupten, erwartet Analystin Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank.

Das Abrutschen von DMG und Rhön in den SDax dürfte zum Ausscheiden des finnischen Finanzdienstleisters Ferratum und der Immobiliengesellschaft WCM führen. Bedroht sein könnte statt WCM aber auch der erst kürzlich aufgenommene Haushaltsgeräte-Hersteller Leifheit.

Wichtig sind die Umstellungen in den Indizes vor allem für Fonds, die Indizes nachbilden, da diese die Änderungen entsprechend berücksichtigen müssen. Das hat in der Regel Einfluss auf die Aktienkurse./ck/la/tos/das

(AWP)