EU-Kommission prüft neue Auflagen für Royal Bank of Scotland

Die EU-Kommission prüft Alternativen für die ursprünglich vorgesehene Verpflichtung der Royal Bank of Scotland (RBS), einen Teil ihres britischen Geschäfts mit kleinen und mittleren Unternehmen zu verkaufen. Nach Angaben der Kommission vom Dienstag in Brüssel ist eine entsprechende Untersuchung angelaufen. Die RBS war Ende 2008 unter anderem durch eine Rekapitalisierung in Höhe von 45,5 Milliarden Pfund sowie staatliche Garantien vor dem Zusammenbruch gerettet worden.
04.04.2017 13:33

Diese Massnahmen, die de facto zur Verstaatlichung der RBS führten - derzeit hält die britische Regierung 71,3 Prozent des Kapitals - waren mit der Auflage verbunden, das auf dem britischen Markt tätige Unternehmen Williams & Glyn zu verkaufen.

Nach Angaben der britischen Regierung konnten bisher lediglich Teile dieses Unternehmens verkauft werden. Deswegen schlugen die Briten ein "alternatives Paket" vor: Dies sieht einen unabhängigen Fonds vor, den Konkurrenten nutzen könnten, zum Beispiel um die Verlagerung von Konten von der RBS zu erleichtern, sowie einen Fonds für Investitionen in innovative Finanzdienstleistungen. Die britischen Behörden sind laut Kommission davon überzeugt, dass dies die Wettbewerbsverzerrungen besser als ein Verkauf beseitigen würde. Die Anfangskosten dafür wurden auf 750 Millionen Pfund geschätzt, die Einnahmen von RBS würden entsprechend gemindert./eb/DP/fbr

(AWP)