Irakisches Kurden-Referendum setzt türkischer Börse zu

Aus Furcht vor neuen Spannungen im Nahen Osten haben sich Anleger am Montag von türkischen Aktien getrennt. Der Leitindex der Istanbuler Börse fiel um bis zu 2,3 Prozent auf ein Zweieinhalb-Monats-Tief von 101'756,75 Punkten.
25.09.2017 12:12

Die Währung des Landes geriet ebenfalls unter Druck. Ein Dollar verteuerte sich zeitweise um ein Prozent auf 3,5305 Lira.

Genährt wurden diese Spekulationen vom umstrittenen Unabhängigkeitsreferendum in den Kurdengebieten des benachbarten Irak. Der Ausgang ist zwar nicht bindend, doch soll es dem Chef der kurdischen Regionalregierung, Massud Barsani, ein Mandat für Verhandlungen mit der Zentralregierung in Bagdad und den Nachbarstaaten geben.

Die Türkei und Iran sind gegen die Abstimmung. Sie befürchten ein Erstarken kurdischer Autonomiebestrebungen in ihren Ländern. "Daher werden Äusserungen aus der Türkei und anderen Staaten der Region aufmerksam verfolgt", sagte Akif Dasiran, Chef-Analyst des Brokerhauses Yatirim Finansman.

Zu den grössten Verlierern am Istanbuler Aktienmarkt gehörten die Luftfahrtwerte. Turkish Airlines und Pegasus büssten bis zu 7,7 Prozent ein.

(AWP)