Kartellvorwürfe gegen italienische HeidelbergCement-Tochter

HeidelbergCement hat Ärger mit den Kartellbehörden in Italien. Die Wettbewerbshüter stellten der im Oktober übernommenen Tochter Italcementi einen Bussgeldentscheid über 84 Millionen Euro zu, wie Deutschlands grösster Baustoffkonzern am Montagabend mitteilte.
08.08.2017 06:31

Dabei gehe es um angebliche verbotene Marktkoordination zwischen Wettbewerbern auf dem italienischen Grauzementmarkt und abgestimmte Preiserhöhungen. Die Vorwürfe beziehen sich demnach auf den Zeitraum von Juni 2011 bis Januar 2016, in dem Italcementi noch nicht zu HeidelbergCement gehörte. Italcementi werde Rechtsmittel dagegen einlegen, da das Unternehmen davon ausgehe, dass die Vorwürfe unbegründet seien und es die Kartellgesetze eingehalten habe.

Zudem sei der damals kontrollierende Anteilseigner von Italcementi vorsorglich informiert worden, weil der mit ihm abgeschlossene Anteilskaufvertrag eine übliche Absicherung gegen derartige Risiken enthalte, erklärte der Konzern. HeidelbergCement hatte das Unternehmen aus Bergamo im Oktober für rund 3,7 Milliarden Euro übernommen.

(AWP)