Morning Briefing - International

22.03.2017 07:47

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - RÜCKSCHLAG SETZT SICH FORT - Zweifel an der schnellen Umsetzbarkeit der vollmundigen Wahlversprechen des US-Präsidenten Donald Trump dürften am Mittwoch auch den deutschen Aktienmarkt weiter belasten. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,78 Prozent tiefer auf 11 869 Punkte. Seit der Wahl Trumps hatten die Märkte bisher nur eine Richtung gekannt: nach oben. Bereits am Vortag hatten dann Bedenken bezüglich Trumps Politik den Dax belastet.

USA: - STÄRKSTE VERLUSTE SEIT MONATEN - Die wichtigsten US-Indizes mussten am Dienstag die heftigsten Verluste seit dem vergangenen Herbst hinnehmen. Börsianer äusserten die Sorge, dass sich US-Präsident Donald Trump mit seiner geplanten Steuerreform und den angepeilten Änderungen im Gesundheitswesen kurzfristig womöglich nicht durchsetzen könnte. Dies versetzte der seit Anfang November laufenden Trump-Rally ihren stärksten Rückschlag.

ASIEN: - DEUTLICHE VERLUSTE - Auch die Anleger in Asien schlossen sich den Bedenken in den USA und Europa an. Nach der jüngsten Gewinnserie ging es vor allem in Japan deutlich abwärts.

DAX              		11.962.13	-0.75%
XDAX            		11.904.03	-1.17%
EuroSTOXX 50		     3.429.62	-0.23%
Stoxx50        		     3.122.85	-0.40%

DJIA             		20.668.01	-1.14%
S&P 500        		     2.344.02	-1.24%
NASDAQ 100  		     5.332.53	-1.49%

Nikkei 225              19.041,38    -2.1%

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - KURSGEWINNE - Laut der National-Bank sollte der Bund-Future von zunehmender Risikoscheu profitieren. Zuletzt habe die Erleichterung darüber belastet, dass gemäss der jüngsten Umfrageergebnisse die Wahrscheinlichkeit eines Wahlsieges der Rechten bei den französischen Präsidentschaftswahlen geringer geworden ist. Umfragen seien aber gerade nach den jüngsten Beispielen mit Vorsicht zu geniessen.

Bund-Future   		159.66		-0.22%

DEVISEN: - EURO BLEIBT AM FEBRUAR-HOCH - Der Euro hält sich unmittelbar unter dem Februar-Hoch, das er tags zuvor nur um wenige Ticks verpasste. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0802 (Montag: 1,0752) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9258 (0,9301) Euro gekostet.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1.0802		-0.07%
USD/Yen             111.51		-0.19%
Euro/Yen       		120.46		-0.27%

ROHÖL - VERLUSTE - Die Ölpreise haben am Mittwoch im frühen Handel nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai 50,60 US-Dollar. Das waren 36 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 39 Cent auf 47,85 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- EU will US-Firmen Zugang zu öffentlichen Aufträgen möglicherweise erschweren, HB, S. 8

- WDH/Wirtschaftsministerium in Sorge über Trumps Abschottungspolitik, FAZ, S. 17

- VW will im Mai erstmals über Finanz-Quartalszahlen und Profitabilität der Kernmarke sprechen, FAZ, S. 22

- WDH/'HB': Amazon verbündet sich bei frischen Lebensmitteln mit DHL, HB, S. 1, 16, 17

- WDH/'HB': Deutsche Bank zahlt in Vergleich um Kaupthing-Pleite 450 Millionen, HB, S. 31

- Frankfurt bei Brexit-Flucht bevorzugtes Ziel für Finanzunternehmen, Umfrage, FT, S. 3

- Saudi Aramco will 2-Milliarden-Dollar-Anleihe ausgeben, FT, S. 13

- Ölförderer Saudi-Arabien will sich schnell aus USA zugunsten anderer Märkte zurückziehen, WSJ, S. A1

- Chinesischer Fosun-Konzern will mehr Immobilien im Ausland kaufen, Interview mit dem Chef der Fosun-Immobiliensparte, Alex Gong, FT, S. 17

- Koalition entschärft Gesetz gegen Immobilienblase nach Kritik, HB, S. 9

- WDH/Gabriel: Deutschland soll mehr Geld für EU geben, Gastbeitrag, FAZ, S. 1, 8

- Grüne für Gehaltsgrenze bei der Deutschen Bahn, FAZ, S. 15 - Unionsfraktion stoppt Gesetz zu DWD-Wetter-App, FAZ, 16

- WDH: Deutsche Post will Vorstandsgehälter neu regeln, Welt, S. 13

- WDH: Konservative EU-Parlamentsfraktion EVP will besseren Schutz europäischer Firmen vor Übernahmen, Gespräch mit handelspolitischem Sprecher Daniel Caspary, Welt, S. 9

- Bundeskartellamt prüft mögliche Unstimmigkeiten beim Verpackungsrecycling, Welt, S. 9

- Grossbritanniens Premierministerin Theresa May will Schottland-Referendum ablehnen, The Times

- WDH: Deutsche Rüstungsexporte in die Türkei abgelehnt, SZ, S. 7

- Energiekonzerne Eon und Innogy bereiten sich auf erste Ausschreibung eines Meeres-Windparkprojekt der Bundesnetzagentur vor, BöZ, S. 1, 9

- Zahl der Meldungen bei Whistleblower-Stelle der Finanzaufsicht BaFin steigt deutlich, Funke Mediengruppe

- Credit-Suisse-Chef: Börsengang der Schweiz-Tochter ist nur eine Option für Zusatzkapital, Finanz und Wirtschaft (Schweiz)

(AWP)