Morning Briefing - International

06.04.2017 07:31

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - UNTER DRUCK - Die angedeutete weitere Normalisierung der US-Geldpolitik dürfte am Donnerstag auch auf dem deutschen Aktienmarkt lasten. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex Dax rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,63 Prozent im Minus auf 12 140 Punkte. Bereits die Wall Street und am Morgen auch die asiatischen Börsen hatten in Reaktion auf die Veröffentlichung des jüngsten Sitzungsprotokolls der US-Notenbank Fed nachgegeben.

USA: - ABWÄRTS - Die Aussicht auf weitere geplante geldpolitische Änderungen seitens der US-Notenbank hat die US-Börsen am Mittwoch belastet. Erfreuliche Arbeitsmarktdaten aus dem Privatsektor für März verloren ihre anfangs noch kurstreibende Wirkung. Im späteren Handelsverlauf gaben die Indizes ihre frühen Gewinne ab und drehten in die Verlustzone. Zudem, so wurde aus dem Protokoll der Fed (Minutes) zitiert, halten einige Notenbank-Mitglieder die Kurse am Aktienmarkt für "ziemlich hoch".

ASIEN: - ABWÄRTS - An den asiatischen Börsen ist es am Donnerstag nach unten gegangen. Dass die US-Notenbank Fed bereits in diesem Jahr ihre Bilanz verkleinern könnte, drückte die Stimmung der Anleger. Hinzu kommt das mit Spannung erwartete Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping. Die Laune der Investoren wurde durch Aussagen von Paul Ryan, Sprecher des US-Repräsentantenhauses, nicht besser. Ryan hatte bezweifelt, dass es eine schnelle Einigung bezüglich der Abschaffung von Obamacare geben werde. In Japan wurde der Leitindex Nikkei durch einen erstarkten Yen belastet.

DAX              	12.312,87   	0,46%
XDAX            	12.320,04   	0,50%
EuroSTOXX 50		3.500,93		0,56%
Stoxx50        		3.156,23		0,00%

DJIA             	20.648,15	    -0,20%
S&P 500        		2.352,95		-0,31%
NASDAQ 100  		5.436,23		-0,06%

Nikkei 225         18.570,12        -1,54% (7:00 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - AUFWÄRTS - Am Rentenmarkt dürften Anleger heute vor allem auf die Rede von EZB-Chef Mario Draghi achten, wie die Experten der Hessischen Landesbank schreiben. Dirk Gojny von der National-Bank verweist ausserdem noch auf die anstehenden deutschen Auftragseingänge. Das Tagesereignis sei natürlich das Treffen zwischen US- und chinesischem Präsidenten. Gojny erwartet eine freundliche Eröffnung des Bund-Future und eine Handelsspanne zwischen 161,90 und 163,35.

Bund-Future		162,56		0,11%

DEVISEN: - FESTER - Der Euro hat sich am Morgen erneut fester präsentiert. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,0675 US-Dollar. Der Eurokurs hatte bereits am Vortag nach der Veröffentlichung des Fed-Protokolls zugelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0678 (Dienstag: 1,0651) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9365 (0,9389) Euro.

(Alle Kurse 6:58 Uhr)
Euro/USD       		1,0675		0,10%
USD/Yen             111,37		-0,01%
Euro/Yen       		117,97		-0,08%

ROHÖL - ABWÄRTS - Die Ölpreise sind gesunken. Neue Daten zu den Ölreserven in den USA hätten die Preise am Donnerstag belastet, hiess es von Marktbeobachtern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 54,09 US-Dollar. Das sind 27 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai fiel um 28 Cent auf 50,87 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- GE erwägt Verkauf von nicht-industriellem Lichtgeschäft, WSJ, online
- Fast alle Akzo-Nobel-Grossaktionäre befürworten Übernahme durch PPG, Interview
 mit PPG-Chef Michael McGarry, FT, S. 12
- Akzo-Nobel-Chef Ton Büchner sieht keinen Wert in Übernahmegesprächen mit PPG,
 Interview, WSJ, S. B1
- Etihad will Christoph Müller zum neuen Chef machen, HB, S. 46
- WDH: Staatsanwalt prüft Reitzles Geschäfte mit Linde-Aktien, HB, S. 23, 
Spiegel
- Europäische Konzerne wie Airbus, Bosch und Novartis belehren US-Präsident 
Donald Trump über ihre Rolle als Job-Beschaffer in den USA, FT, S. 3
- UBS Deutschland will ab 2018 wieder profitabel sein, Interview mit 
USB-Deutschlandchef Thomas Rodermann, HB, S. 30
- Chef der Welthandelsorganisation WTO, Roberto Azvêdo, fordert stärkere Rolle 
von Deutschland und China, Interview, HB, S. 1, 6, 7
- Bundesregierung will Rotationsverfahren bei Abgas-Kontrollen, HB, S. 10
- Die geplante Übernahme von Stada bereitet Fusionsberatern ein Fest, FAZ, S. 22
- Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will mit neuen Forschungsstrukturen die 
Position des Konzerns unter den Top-20 stärken, Interview mit Unternehmenschef 
Hubertus von Baumbach, HB, S. 17
- Niederländischer Discounter Action geht mit Billigsortiment auf Kundenfang, 
Interview mit Vorstandschef Sander van der Laan, FAZ, S. 21
- Schweizer Verleger Michael Ringier über denkbaren Börsengang: Keine Lust auf 
Diskussionen mit jungen Analysten, Interview, HB, S. 20, 21
- Ifo-Chef Clemens Fuest hält bei Brexit die künftigen Wirtschaftsbeziehungen 
zwischen Grossbritannien und der EU für wichtiger als die Austrittsrechnung, 
Gastbeitrag, HB, S. 48
- Die Privatbank Hauck & Aufhäuser soll tief in den isländischen Finanzsumpf 
verstrickt sein, SZ, S. 17
- Neue Start-up-Initiative für die Baubranche, Bild Online
- Jens Weidmann drängt auf Ausstieg aus Anleihenkauf, Zeit
- Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hat die Handelspolitik des amerikanischen 
Präsidenten scharf angegriffen, Zeit
- Unterstützung für VW-Anwaltskanzlei Jones Day, Zeit
- Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) droht Trump, Zeit
- Salzgitter-Betriebsräte organisieren Mobbing, Zeit
- Deutsche Metallindustrie reagiert gelassen auf Trumps protektionistische 
Ankündigungen, Funke Mediengruppe
- Zentralverwahrer Euroclear will mit neuen Initiativen vor allem Erfahrung 
sammeln, Interview mit Euroclear-Chefin Godlieve (Lieve) Mostrey, BöZ, S. 5
- Bei einer Untersuchung zu abgehängten Regionen in Deutschland ist dem 
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ein peinlicher Fehler 
unterlaufen, der zwei Ruhrgebietsstädten mächtig zu schaffen machte, 
Westdeutsche Allgemeine Zeitung

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(AWP)