Morning Briefing - International

10.08.2017 07:37

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - SEITWÄRTS - Nach dem schwachen Vortag wegen des zugespitzten Nordkorea-Konflikts zeichnet sich im Dax am Donnerstag ein ruhiger Start ab: Der Broker IG taxierte ihn am Morgen rund zwei Stunden vor dem Auftakt fast unverändert auf 12 151 Punkte.

USA: - GEDRÜCKT - Die scharfe Kriegsrhetorik im Nordkorea-Konflikt hat die Wall Street auch am Mittwoch leicht belastet. Tags zuvor hatte US-Präsident Donald Trump der Regierung in Pjöngjang indirekt militärische Gewalt angedroht, was Nordkorea mit der "Erwägung" eines Raketenangriffs auf die US-Pazifikinsel Guam erwiderte. Laut Marktanalyst David Madden vom Handelshaus CMC Markets mieden Anleger vor diesem Hintergrund das Risiko. In Phasen politischer Spannungen sei es "nichts für schwache Nerven", auf steigende Kurse zu setzen.

ASIEN: - BELASTET - Die Korea-Krise belastet die meisten asiatischen Aktienmärkte weiter - an praktisch allen Börsen ging es nach unten, wobei die Verluste in China und Südkorea von mehr als einem Prozent am höchsten ausfielen. Etwas stabiler war die Lage in Japan. Dort fiel der Leitindex Nikkei 225 kurz nach der Handelspause zum Mittag um 0,17 Prozent auf 19 705,69 Punkte. Deutlicher nach unten ging es in Südkorea. Dort sackte der Kospi um bis zu 1,24 Prozent auf 2339,06 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Mai ab. Am Donnerstag wurden auch die Märkte in China vom Abwärtstrend erfasst. Für den CSI 300 mit den wichtigsten Festlandaktien ging es um ein Prozent nach unten.

DAX              	12.154,00	    	-1,12%
XDAX            	12.180,08	    	-0,51%
EuroSTOXX 50		3.468,45		    -1,34%
Stoxx50        		3.103,02		    -0,67%

DJIA             	22.048,70	    	-0,17%
S&P 500        		2.474,02		    -0,04%
NASDAQ 100  		5.919,39		    -0,12%

Nikkei 225         19.70,93             -0,17% (6:56 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - BEHAUPTET - Wegen Krise zwischen Nordkorea und den USA bleiben viele Anleger weiter im Risk-off-Modus, wie Dirk Gojny, Experte der National-Bank am Morgen schreibt. Das sollte dem Bund-Future eine behauptete Eröffnung bescheren, meint er. Die Handelsspanne des Bund-Future erwartet er im Tagesverlauf zwischen 163,20 und 164,55.

Bund-Future Schlusskurs		163,73		0,34%
Bund-Future Settlement		163,90		-0,10%

DEVISEN: - ABWÄRTS - Für den Euro ging es auch am Donnerstagmorgen nicht mehr gen 1,18 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1737 US-Dollar. Das gedämpfte Umfeld im Zuge der Korea-Krise macht sich weiter negativ bemerkbar. Wegen des Konflikts zwischen den USA und Nordkorea bleiben sichere Anlagehäfen wie der Schweizer Franken und der japanische Yen gefragt. Die Europäische Zentralbank hatte den Euro-Referenzkurs am Vortag auf 1,1731 (Dienstag: 1,1814) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8524 (0,8465) Euro.

(Alle Kurse 6:57 Uhr)
Euro/USD       		1,1737		-0,19%
USD/Yen             109,99		-0,08%
Euro/Yen       		129,10		-0,28%

ROHÖL - LEICHT AUFWÄRTS - Die Ölpreise haben am Donnerstag an die Gewinne vom Vortag angeknüpft und weiter leicht zugelegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 52,75 US-Dollar. Das waren fünf Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im September stieg um vier Cent auf 49,60 Dollar.

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PRESSESCHAU

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bis 06.45 Uhr:
- Deutsche Bank korrigiert Pläne und stockt Personal für Baufinanzierung auf, 
HB, 31
- Dunkin' Donuts' insolvente Franchise-Firmen sind seit Jahren überschuldet, 
HB, S.17
- ArcelorMittal könnte für vor Insolvenzverfahren stehende Unternehmen in 
Indien bieten, Business Standard
- Abu Dhabi boykottiert westliche Banken, an denen Quatar beteiligt ist - keine 
Aufträge in den kommenden Monaten, FT, S.11
- SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann lehnt von der Leyens 
Zwei-Prozent-Ausgabenziel kategorisch ab, Interview, Rheinische Post
- Eier-Skandal: Niedersachsens Agrarminister Ctni ger sumhristian Meyer 
(Die Grünen) will EU-Task-Force, Interview, Neue Osnabrücker Zeitung
- Top-Ökonomen wie Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater oder DIW-Präsident 
Marcel Fratzscher erwarten Sparzinsen von Null bis 2020, Rheinische Post
- Früherer US-Vizepräsident Al Gore: Habe 'eine Menge Respekt' vor deutscher 
Autobranche, Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland
- Grünen-Politiker Oliver Krischer : Alte Diesel dürfen nicht ins Ausland 
gelangen, Interview, Redaktionsnetzwerk Deutschland

bis 23.45 Uhr:
- Abgasaffäre bei Audi: Auch der frühere Chefentwickler von Audi, Ulrich 
Weiss, soll mit einem Millionenbetrag abgefunden werden, SZ, S. 18
- VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh: Dieselkrise nicht in den Wahlkampf ziehen,
 Braunschweiger Zeitung
- Altana will Übernahmemöglichkeiten nutzen, Interview mit Unternehmenschef 
Martin Babilas, BöZ, S. 8
- State Street will Verbreitung stimmrechtsloser Aktien Einhalt gebieten, 
Interview mit Managerin Rakhi Kumar, BöZ, S. 9

bis 21.00 Uhr:
- Aufsichtsratskreise: Börsenchef Kengeter nicht mehr zu halten, SZ, S. 17
- Deutsche Bank stockt Personal bei privater Baufinanzierung auf, HB, S. 31
- Deutsche Umwelthilfe beendet Kooperation mit der Telekom, HB, S. 18
- VW-Absprachen auch schon mit schwarz-gelber Landesregierung, Nordwest-Zeitung
- Mehrheit der Deutschen begrüsst Abwrack-Prämie für Diesel, Bild
- Deutschland-Chef für das Investmentbanking bei JP Morgan erwartet den Einstieg
 von Investoren in die Automobilbranche, Interview mit Christian Kames, HB, S. 4
- "Das System braucht mehr Kapital", Interview mit FDIC-Vize Thomas Hoenig,
 HB, S. 28
- Bei jungen Mitarbeitern hat Dienstwagen als Statussymbol ausgedient, HB, S. 20
- Bauernverband kritisiert Krisenmanagement im Eier-Skandal, Funke
- Krankenkassen-Studie: Leiharbeiter sind länger krank als Festangestellte, 
Funke
- Riester-Sparer erhielten erneut weniger Zulagen, Bild

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(AWP)