Morning Briefing International

20.11.2017 07:36

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - IM MINUS ERWARTET - Die politische Unsicherheit infolge des Scheiterns der Jamaika-Verhandlungen dürfte den Dax zum Wochenstart belasten. Der Broker IG taxierte den Index am Montag rund zwei Stunden vor dem Auftakt auf 12 919 Punkten und damit 0,58 Prozent unter seinem Freitagsschluss. Ob sich die Anleger nachhaltig verunsichern lassen bleibt abzuwarten. So lautet ein altes Sprichwort an der Börse "politische Börsen haben kurze Beine". Allerdings ist das Jamaika-Aus nur ein weiterer Risikofaktor für die Aktienmärkte, die in den vergangenen Tagen nach dem zuvor starken Lauf ohnehin etwas an Boden verloren hatten.

USA: - SCHWÄCHER - Die kurze Erholung vom Vortag hat am Freitag an der Wall Street schon keine Fortsetzung mehr gefunden. Angesichts der andauernden Hängepartie um die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump und mangels positiver Impulse gab der Dow Jones Industrial zur Schlussglocke um 0,43 Prozent auf 23 358,24 Punkte nach. Börsianer verwiesen darauf, dass vor dem Wochenende keine grossen Risiken mehr eingegangen würden.

ASIEN: - GEWINNMITNAHMEN - Die wichtigsten asiatischen Börsen sind am Montag mit Verlusten in die Woche gestartet. Die schwachen Vorgaben aus USA wegen der andauernden Hängepartie um die Steuerreform von US-Präsident Donald Trump haben laut Händlern einige Investoren für Gewinnmitnahmen genutzt. Der Nikkei 225 schloss am Montag 0,6 Prozent tiefer auf 22 261,76 Punkte. In China notierten fast alle Indizes leicht im Minus.

DAX                12.993,73		      -0,41%
XDAX               12.980,90		      -0,82%
EuroSTOXX 50		3.547,46		      -0,49%
Stoxx50        		3.137,46		      -0,13%

DJIA               23.358,24		      -0,43%
S&P 500        		2.578,85		      -0,26%
NASDAQ 100  		6.314,51		      -0,39%

Nikkei 225         22.261,76              -0,60%

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - KEINE ANGABEN VORHANDEN -

Bund-Future Schlusskurs		162,84		0,15%
Bund-Future Settlement		162,86	   -0,01%

DEVISEN: - SCHWÄCHER - Der Euro hat am Montag nach dem Aus der Jamaika-Sondierungsgespräche für eine neue Regierung in Deutschland unter Druck gestanden. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1735 US-Dollar und damit rund einen halben Cent oder ein halbes Prozent weniger als vor Bekanntwerden des Gesprächsabbruchs durch die FDP. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1795 Dollar festgesetzt.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       	       	  1,1733		    -0,52%
USD/Yen             	  112,10		     0,02%
Euro/Yen       		      131,53		    -0,51%

ROHÖL

Brent (Januar-Lieferung)   62,62		    -0,10	USD
WTI (Januar-Lieferung)	   56,77		    -0,04	USD

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UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

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- BERNSTEIN HEBT ZIEL FÜR DEUTSCHE POST AUF 37 (32,50) EUR - 'MARKET-PERFORM'

- GOLDMAN HEBT RWE AUF 'CONVICTION BUY LIST' (BUY) - ZIEL 27,60 (26,50) EUR

- GOLDMAN SENKT SIEMENS GAMESA AUF 'NEUTRAL' (BUY) - ZIEL 10,50 (15,00) EUR

- GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR MERCK KGAA AUF 100 (105) EUR - 'NEUTRAL'

- GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR NORDEX AUF 5 (8) EUR - 'SELL'

- HSBC SENKT NORMA GROUP AUF 'HOLD' (BUY) - ZIEL 60 (59) EUR

- GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR VESTAS AUF 480 (700) DKK - 'BUY'

- JPMORGAN HEBT AIR FRANCE-KLM AUF 'NEUTRAL' (UNDERWEIGHT) - ZIEL 11,60 (11) EUR

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PRESSESCHAU

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TOP-THEMA

- 8 Grossbanken bereiten sich auf Einigung mit EU über vorgeworfene Währungskurs-Manipulationen vor - Milliarden-Zahlungen erwartet, FT, S.1

bis 07.00 Uhr

- Bafin findet keine Beweise für unerlaubte Absprachen zwischen Deutsche-Bank-Grossaktionären aus China und Katar. Noch keine Entwarnung bei EZB-Untersuchung, SZ, S. 27

- Post-Vorstandschef Frank Appel wirft Städten bei der Lösung von Verkehrsproblemen Mutlosigkeit vor, Interview, HB, S. 6, 7

- Chiphersteller Cavium steht vor Übernahme durch Marvell Technology für rund 6 Milliarden Dollar. Gebot soll bei 80 Dollar je Aktie liegen, WSJ

- Air-Berlin-Insolvenz: Arbeitsagentur erwartet 4000 Meldungen, Redaktionsnetzwerk Deutschland

- Kardinal Reinhard Marx fordert, dass Arbeit einen Wert haben muss. Menschen dürfe man nicht mit einer Mischung aus Grundeinkommen und Unterhaltungsangeboten ruhigstellen, Interview, SZ, S. 19

- Trump-Chefin Nicola Leibinger-Kammüller fordert von Politikern mehr Einsatz für Belange des Mittelstands, Interview, SZ, S. 22

- Biotechnologieunternehmerin und heutige Beirats-Vorsitzende von Aicuris, Helga Rübsamen-Schaeff sieht in der Branche nach wie vor Probleme bei der Geldbeschaffung, Interview, HB, S. 19

bis 20.30 Uhr (Sonntag):

- IG Metall droht Siemens mit Streik, Interview mit Aufsichtsrat und IG-Metall-Vorstandsmitglied Jürgen Kerner, SZ, S. 1, 25

- Aldi Nord verlängert Vertrag mit Chef Marc Heussinger, HB, S. 20

- FDP fordert Gabriel zum Handeln gegen Kuwait Airways auf, HB Online

- Studie: Hochschulen bremsen die Digitalisierung, HB, S. 12

- Hochschulen nicht vorbereitet auf 80.000 Flüchtlings- Studenten, HB, S. 12

- Tarifflucht im Handwerk verstärkt Personalmangel, Berliner Zeitung

- EU-Kommission will gegen Benachteiligung von Frauen vorgehen, SZ, 1, 8

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(AWP)