Morning Briefing International

FRANKFURT (awp international)
29.06.2016 07:34

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - WEITERE ERHOLUNG - Der Dax dürfte am Mittwoch zunächst an seine Vortageserholung anknüpfen. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex am Morgen 1,09 Prozent höher auf 9550 Punkte. Bereits tags zuvor ging es für das Börsenbarometer um knapp 2 Prozent nach oben, nachdem es infolge des Brexit-Schock binnen zwei Handelstagen um insgesamt fast 10 Prozent gefallen war. Die Unsicherheit über die Folgen der Brexit-Entscheidung der Briten schwebe zwar nach wie vor über den Märkten, sagte Analyst Michael Hewson vom Broker CMC Markets UK. Es scheine aber zunächst so, als ob die Investoren Zeit hätten, sich mit der neuen Realität anzufreunden. Händler warnen indes vor zu viel Optimismus. Die Stimmung könne jederzeit wieder kippen.

USA: - ERHOLUNG - An der Wall Street konnten am Vorabend zumindest die Verluste vom Wochenauftakt wieder wett gemacht werden. Die Anleger wagten sich damit auf dem tiefsten Niveau seit März wieder in den Markt.

ASIEN: - GEWINNE - An Asiens Börsen geht es am Morgen aufwärts. Die Anleger liessen sich von der weltweiten Erholung am Dienstag inspirieren, hiess es. Zudem setzten sie weiter auf Impulse der Notenbanken, um die Auswirkungen des Brexit auf die Weltwirtschaft abzufedern.

DAX              	9.447,28		1,93%
XDAX            	9.513,30		1,84%
EuroSTOXX 50		2.758,67		2,27%
Stoxx50        		2.700,18		2,41%

DJIA               17.409,72	    1,57%
S&P 500        		2.036,09	    1,78%
NASDAQ 100  		4.290,47	    2,13%

Nikkei 225         15.610,00        1,87% (7:01 Uhr)

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - KORREKTUR, KEINE TRENDWENDE - Die Erholung an den Aktienmärkten habe zwar bei den Anleihen zu einer Korrektur geführt - eine Trendwende sei aber nicht in Sicht, heisst es bei der Helaba. Die Unsicherheiten rund um den Brexit hielten an.

Bund-Future   		165,33		0,01%

DEVISEN: - PFUND BERUHIGT SICH - Im Pfund werden die Ausschläge wieder geringer. Zuletzt trat die britische Währung gegenüber dem US-Dollar auf der Stelle. Der Euro kommt derweil in seiner Erholung zum Dollar nicht mehr weiter. Dagegen tendierte der als Fluchtwährung nach dem Brexit besonders gefragte Yen nach kurzer Schwäche wieder stärker.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,1068		 0,03%
USD/Yen             102,36		-0,40%
Euro/Yen       		113,29		-0,36%

ROHÖL - TEURER - Die Ölpreise haben am Mittwoch an ihren Erholungskurs vom Dienstag angeknüpft. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August 48,85 US-Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 48,17 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- Wenn sich der Brexit konjunkturell auf Europa und die Weltwirtschaft auswirkt, hat das auch für Logistiker Folgen, Interview mit Jochen Thewes, Chef der Deutschen-Bahn-Logistiktochter Schenker, HB, S. 20, 21

- Veranstalter wie Tui oder Alltours können demnächst bis 20 Tage vor Abreise einen kräftigen Nachschlag von ihren Kunden verlangen - es kann um bis zu acht Prozent teuer werden, HB, S. 22

- Der Gewinn bei der französischen Bank BNP Paribas ist in Deutschland seit 2013 jährlich wie geplant um acht Prozent gewachsen, Interview mit BNP-Deutschland-Chef Camille Fohl, FAZ, S. 23

- Der Immobilienkonzern IVG will sich noch in diesem Jahr von seinen deutschen Büroimmobilien, darunter der Büro- und Hotelkomplex ?The Squaire? am Frankfurter Flughafen, trennen, FAZ, S. 20

- Deutschlands grösster Lebensmittelhändler Edeka verhandelt mit den Gewerkschaften, aber die Gespräche über die Übernahme der Supermarktkette Kaiser?s Tengelmann kommen nicht voran, FAZ, S. 22

- Der Finanzinvestor Carlyle wird sich mit einem Minderheitsanteil an dem Familienunternehmen Schön-Klinik beteiligen, HB, S. 23

- Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erwartet Rekordjahr für Windkraft, HB, S. 12

- Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat bereits nach dem Referendum in Grossbritannien konkrete Reformvorschläge für Europa, HB, S. 5

- Schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon wird am Mittwochnachtmittag EU-Präsident Jean-Claude Juncker treffen, WSJ, online

- DIHK fordert schnelle Zustimmung zur Erbschaftsteuerreform, Welt, S. 10

- Die Deutschen gehen immer öfter mit dem Handy online, Studie, Bild, S. 2

- Hohe Wahrscheinlichkeit für Wiederholung der Präsidentschaftswahl in Österreich, Bild, S. 2

- Österreichs Aussenminister Sebastian Kurz: Europa kann zerbrechen, Interview, Zeitungen der Funke Mediengruppe

- Ökonom Hans-Werner Sinn warnt vor harter Haltung gegenüber Briten, Interview, Passauer Neue Presse

(WDH: Diese Meldung wurde bereits am Vorabend erstmals publiziert und ist als Service wiederholt worden.)

(AWP)