Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
01.07.2016 07:40

---------- AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - GEWINNE - Die Aktienanleger setzen nach dem Brexit-Schock vor einer Woche offenbar immer mehr auf Rückendeckung durch die Notenbanken. Der Broker IG taxierte den Dax am Freitagmorgen 0,57 Prozent höher auf 9735 Punkte. Damit würde er rund die Hälfte der Verluste nach dem 'Ja' der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union wettmachen. Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) erwägen laut informierten Kreisen eine Lockerung der Regeln für ihre Anleihekäufe und die britische Notenbank könnte ihren Kurs in den kommenden Monaten lockern. Gleichzeitig steigt auch in Japan der Druck auf die Währungshüter, tätig zu werden. Händler geben dennoch zu bedenken, dass die Stimmung der Anleger angesichts der Hängepartie um den Austritt jederzeit wieder kippen könnte. Zudem verschlechterte sich die Stimmung in der chinesischen Wirtschaft spürbar.

USA: - WEITER STARK - An der Wall Street gab es den dritten starken Erholungstag in Folge. Der Dow schaffte es nach dem Brexit-Rückschlag bis auf 17.063 Punkte wieder knapp an die Marke von 18.000 Punkten heran. Der marktbreite S&P 500 kratzt an seinem Widerstand bei 2100 Punkten.

ASIEN: - GEWINNE - An den asiatischen Börsen geht es Morgen weiter aufwärts. Die Hoffnung auf frische Impulse der Notenbanken beruhigt die Anleger.

DAX              	9.680,09		0,71%
XDAX            	9.745,41		1,22%
EuroSTOXX 50		2.864,74		1,15%
Stoxx50        		2.813,33		1,06%

DJIA               17.929,99	    1,33%
S&P 500        		2.098,86	    1,36%
NASDAQ 100  	  	4.417,70	    1,21%

Nikkei 225         15.666,76        +0,58% (7:16 Uhr)

---------- ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - POSITIV - Der Bund-Future hat nach Einschätzung der Helaba nach dem Brexit zwischen 165,50 und 167,50 Punkten eine "Komfortzone" gefunden. "Während Konjunktur- und Preiszahlen nur wenig Einfluss entfalten können, hält die ?Brexit?-Unsicherheit das Interesse an Bundesanleihen tendenziell aufrecht", schreiben die Experten.

Bund-Future   		165,33		0,01%

DEVISEN: - PENDELN UM 1,11 USD - Der Euro pendelt seit dem Vorabend um die Marke von 1,11 US-Dollar. Das Pfund tritt knapp über 1,33 Dollar auf der Stelle. Der Yen zeiogt derweil gegenüber der US-Währung wieder etwas Stärke. Er war unmittelbar nach dem Brexit als Fluchtwährung stark gefragt, wertete seither im Zuge wieder gestiegener Risikofreude aber kontinuierlich ab.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,1096		-0,10%
USD/Yen             102,83		-0,35%
Euro/Yen       		114,11		-0,45%

ROHÖL - FESTER - Die Ölpreise haben sich am Freitag im frühen Handel etwas von ihren Vortagsverlusten erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Morgen mit 50,04 wieder etwas mehr als 50 Dollar. Am Donnerstag war der Brent-Preis im späten Handel unter diese Marke gerutscht und bis auf 49,51 Dollar gefallen. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verteuerte sich in den ersten Stunden des letzten Handelstags in der Woche um 26 Cent auf 48,59 Dollar.

---------- UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

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- HÄNDLER: BERNSTEIN HEBT ZIEL FÜR RWE AUF 14,00 (12,30) EUR - HÄNDLER: HSBC SENKT ZIEL FÜR KRONES AUF 89 (97) EUR - HÄNDLER: HSBC SENKT ZIEL FÜR PROSIEBENSAT.1 AUF 47 (55) EUR - HÄNDLER: HSBC SENKT ZIEL FÜR RTL AUF 77 (83) EUR - 'HOLD' - HÄNDLER: JEFFERIES SENKT KLÖCKNER & CO AUF 'UNDERPERFORM' (HOLD) - HÄNDLER: JEFFERIES SENKT ZIEL FÜR SALZGITTER AUF 32 (35) EUR - HÄNDLER: JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR COVESTRO AUF 34 (32) EUR - 'NEUTRAL' - HÄNDLER: JPMORGAN HEBT ZIEL FÜR LANXESS AUF 36 (35) EUR - HÄNDLER: JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR ALLIANZ AUF 161 (175) EUR - HÄNDLER: JPMORGAN SENKT ZIEL FÜR HUGO BOSS AUF 58 (72) EUR - HÄNDLER: UBS NENNT CONTI, INFINEON 'GLOBAL AUTOMOTIVE TECH MOST PREFERRED'

---------- PRESSESCHAU

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- Commerzbank spart in New York und will mehr als 100 Stellen abbauen, HB, S. 24 - Ex-Siemens-Manager Jens Michael Wegmann soll den Grossanlagenbau bei Thyssenkrupp sanieren, HB, S. 16 - Chinesen glauben weiter an Kauf des Regionalflughafens Hahn, Gespräch mit Projektmanager des Käufers Shanghai Yiqian Trading Company, Kyle Wang, FAZ, S. 1 - Brexit schafft zusätzliche Probleme für britisches Atomkraftwerkprojekt Hinkley Point des französischen Energiekonzerns EDF , FAZ, S. 19 - Euronext zweifelt an Gelingen der Börsenfusion, Interview mit Euronext-Chef Stéphane Boujnah, BöZ, S. 1,5 - Bei Lufthansa Cargo stehen keine Kündigungen im Raum, sie sind aber auch nicht seriös auszuschliessen, Gespräch mit Lufthansa-Cargo-Chef Peter Gerber, BöZ, S. 11 - Sartorius reagiert gelassen auf Brexit, Interview mit Vorstandschef Joachim Kreuzburg, BöZ, S. 12

- Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) möchte Europäische Bankenaufsicht von London nach München holen, SZ, S. 17 - EU-Kommission könnte Entscheidung zum geplanten europäischen-kanadischen Freihandelsabkommen Ceta wegen Kritik am Entscheidungsprozess auf unbestimmte Zeit verschieben, SZ, S. 5 - Landwirtschaftminister Christian Schmidt (CSU) kritisiert Klimaschutzplan von Umweltschutzministerin Barbara Hendricks (SPD), Gespräch, Bild, S. 2 - Kosten der Beamten-Pensionen der kommenden Jahrzehnte steigen auf 588 Milliarden Euro, Bild, S. 2 - Prämie für Elektroautos reicht laut Chef des zuständigen Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bis 2019, Gespräch mit Präsident Arnold Wallraff, Bild, S. 2 - Chef der RAG-Stiftung, Werner Müller, fordert milliardenschweren Solidarpakt für das Ruhrgebiet, Interview, Rheinische Post - US-Kläger wollen in der von VW ausgelösten Dieselaffäre nun den Zulieferer Bosch ins Visier nehmen, Gespräch mit Leiter der deutschen Niederlassung der Kanzlei von US-Staranwalt Michael Hausfeld, Christopher Rother, Welt, S. 9 - Bahn-Logistiktochter Schenker sieht Amazon als neuen Konkurrenten, Gespräch mit Schenker-Chef Jochen Thewes, WAZ - Ukraine sieht sich in zehn Jahren in der EU, Interview, Zeitungen der Funke Mediengruppe - EU-Digitalkommissar Günther Oettinger (CDU) sagt Briten nach Brexit-Votum schnelle wirtschaftliche Schäden voraus, Gespräch, Focus

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---------- TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

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TERMINE MIT ZEITANGABE

01:30 J:   Verbraucherpreise 06/16 Tokio, landesweit 05/16

01:30 J:   Arbeitslosenzahlen 05/16

01:50 J:   Tankan-Bericht 02/16

03:00 CHN: CFLP PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/16

03:45 CHN: Caixin PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/16

09:45 I:   PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/16 (endgültig)

09:50 F:   PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/16 (endgültig)

09:55 D:   PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/16 (endgültig)

10:00 EU:  PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/16 (endgültig)

10:30 GB:  PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/16

11:00 EU:  Arbeitslosenzahlen 05/16

15:45 USA: Markit PMI Verarbeitendes Gewerbe 06/16 (endgültig)

16:00 USA: Bauausgaben 05/16

16:00 USA: ISM-Index Verarbeitendes Gewerbe 06/16

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE


      D:   Deutsche Börse Handelsstatistik 06/16


      USA: Pkw-Absatz 06/16


      EU:  Fitch Ratingergebnis Belgien


      EU:  S&P Ratingergebnis Polen

SONSTIGE TERMINE

09:00 D:   Wirtschaftsforum "Munich Economic Summit" zum Thema: Migration -
           Herausforderung oder Chance? mit dem Europaabgeordneten Elmar Brok
           (CDU), Infineon-Vorstandschef Reinhard Ploss, Erzbischof Reinhard
           Marx

10:00 D:   Pk des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) zur Überschuldung
           privater Personen 2015, Berlin

10:30 D:   Datev, Jahres-Pk


      SK:  Die Slowakei übernimmt von den Niederlanden die
           EU-Ratspräsidentschaft

15:00 GB:  Fitch Ratings Telefonkonferenz zum Post-Brexit-Update

16:00 D:   Pk mit BMW-Chef Harald Krüger, Intel-Chef Brian Krzanich,
           Mobileye-Chef Amnon Shashua, München
           Die Firmenchefs wollen Neues zur Zusammenarbeit für Autonomes Fahren
           mitteilen

HINWEIS


      HK:  Feiertag, Börse geschlossen

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE UND DIE USA


                                              Prognose             Vorwert

EUROZONE

09:15 Uhr

Spanien

Einkaufsmanagerindex

Industrie

Juni

(Punkte)                                     52,0                      51,8

09:45 Uhr

Italien

Einkaufsmanagerindex

Industrie

Juni

(Punkte)                                      52,4                      52,4

09:55 Uhr

Frankreich

Einkaufsmanagerindex

Industrie

Juni

(Punkte)                                      47,9                      47,9

09:55 Uhr

Deutschland

Einkaufsmanagerindex

Industrie

Juni

(Punkte)                                       54,4                      54,4

10:00 Uhr

Eurozone

Einkaufsmanagerindex

Industrie

Juni

(Punkte)                                       52,6                      52,6

Eurozone

Arbeitslosenquote

Mai                                           10,1                      10,2

USA

15.45 Uhr

Markit-PMI Industrie, Juni                   51,3                  51,4*

(endgültig,in Pkt)

16.00 Uhr

ISM-Index Industrie, Juni                   51,3                  51,3

(in Pkt)

Bauausgaben, Mai                            +0,6                  -1,8

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(AWP)