Morning Briefing - International

FRANKFURT (awp international)
14.11.2016 07:36

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AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - STARK ERWARTET - Für den Dax zeichnen sich am Montag nach guten Wirtschaftsdaten aus Japan Gewinne ab. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex rund zwei Stunden vor dem Auftakt 0,84 Prozent höher auf 10 758 Punkte. Damit rückt einmal mehr die Hürde bei 10 800 Punkten in den Blick, an der der Index seit August mehrfach wieder abdrehte.

USA: - LEICHTE GEWINNE - Zum Ende einer spektakulären Woche mit Donald Trumps Überraschungssieg bei der US-Präsidentschaftswahl hat der Schwung an der Wall Street etwas nachgelassen. Der Dow Jones Industrial zog am Freitag zwar noch etwas an, blieb aber unter seinem Rekordhoch vom Donnerstag. Das Wochenplus von über fünf Prozent fällt so hoch aus wie zuletzt vor fast fünf Jahren.

ASIEN: - JAPAN NACH DATEN STARK - Die Nachwehen der US-Präsidentschaftswahl zeichnen in Asien ein uneinheitliches Bild: Die Tokioter Börse profitierte davon, dass Japans Wirtschaft dank einer Exportbelebung stärker wuchs als Experten erwartet war. Auch in China scheint die dortige Wirtschaft die neuen Massnahmen zur Abkühlung des überhitzten Immobilienmarkts halbwegs gut zu vertragen. Dort legten die Kurse ebenfalls etwas zu - aus anderen asiatischen Märkten floss indes Kapital ab. Hier dominierte die Verunsicherung über die zukünftige Marschrichtung des designierten US-Präsidenten Donald Trump.

DAX              		10.667,95	 0,36%
XDAX            		10.693,88	 0,19%
EuroSTOXX 50		     3.030,02	-0,54%
Stoxx50        		     2.810,87	-0,53%

DJIA             		18.847,66	 0,21%
S&P 500        		     2.164,45	-0,14%
NASDAQ 100  		     4.751,95	 0,10%

Nikkei 225              17.672,62   +1,7%

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ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - ERHOLUNG MÖGLICH - Die Experten der Helaba rechnen im Bund-Future auch nach dem jüngsten Rutsch nicht mit einer grösseren Erholung. Im Tageschart liessen Verkaufssignale und Indikatorenlage auf weitere Tiefs schliessen.

Bund-Future   		159,98		-0,29%

DEVISEN: - TIEF SEIT JANUAR - Der Euro rutschte am Montagmorgen zum US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Januar. Der Gemeinschaftswährung droht nun der sechste Verlusttag in Folge. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag noch auf 1,0904 (Donnerstag: 1,0895) Dollar festgesetzt, der Dollar kostete damit 0,9171 (0,9179) Euro.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,0793		-0,50%
USD/Yen             107,57		 0,79%
Euro/Yen       		116,10		 0,28%

ROHÖL - KAUM BEWEGUNG - Die Ölpreise haben sich am Montag zu Beginn der neuen Handelswoche so gut wie nicht bewegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Januar 44,79 US-Dollar. Das waren vier Cent mehr als am Freitag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Dezember-Lieferung fiel dagegen um fünf Cent auf 43,36 Dollar.

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PRESSESCHAU

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- In Europa befinden sich die Entgelte für Windstrom im freien Fall, nur in Deutschland nicht, weil der Staat über mehrere Jahre eine hohe Vergütung garantiert, HB, S. 1

- IG Metall wehrt sich gegen Osram-Übernahme, Interview mit dem bayerischen IG-Metall-Chef Jürgen Wechsler, HB, S. 26

- Mit Hilfe der chinesischen Mutter ChemChina hat sich Pirelli neu sortiert - und will nun zurück an die Börse, Interview mit Unternehmenschef Marco Tronchetti Provera, HB, S. 18

- Trumpf-Miteigentümer Peter Leibinger fordert mittelständische Unternehmen auf, die Digitalisierung selbst in die Hand zu nehmen und nicht auf die Politik zu hoffen, Interview, HB, S. 22

- Der Verkauf des Allianz-Instituts, der Oldenburgischen Landesbank, geht voran: Die Interessenten Apollo und Commerzbank bekommen Konkurrenz, HB, S. 32

- 'Ich glaube, Trump wird gleich zu Beginn vom Kongress die Erlaubnis und das Budget einholen, um eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten', Interview mit Eric Cantor, Ex-Mehrheitsführer der Republikaner, HB, S. 8

- An der Vertrauenskrise, in der die EU steckt, sind nicht die Bürger schuld - sie ist ein Problem der europäischen Eliten, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, FAZ, S. 7

- SPD lehnt Verbot des Arzneimittel-Versandhandels ab, FAZ, S. 17

- Kammern sagen weiteres Engagement für Flüchtlinge zu, FAZ, S. 19

- Die deutsche Finanzaufsicht Bafin will in Abstimmung mit dem Justizministerium die rechtliche Grundlage schaffen, Boni von Mitarbeitern wieder zurückzufordern, wenn sie an Handlungen beteiligt waren, die zu Verlusten oder Strafen führen, FAZ, S. 26

- Bertelsmann will in China, Brasilien und Indien mehr investieren, Interview mit Unternehmenschef Thomas Rabe, FT, S. 16

- BMW-Chef Harald Krüger: 2017 wollen wir 100 000 Autos mit E-Antrieben verkaufen, Interview, SZ, S. 18

- Europäischer Rechnungshof rügt EZB-Bankenaufsicht wegen angeblich zu starker Abhängigkeit von nationalen Behörden, SZ, S. 17

- Bundesrechnungshof: Kosten für Flüchtlinge sind hohes Haushaltsrisiko, Bild, S. 1

- Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) lässt Dutzende Steuervorteile überprüfen, Bild, S. 2

- CDU-Politiker Kai Wegner will finanzielle Anreize für mehr Abschiebungen, Interview, Welt, S. 5

- SPD-Wirtschaftspolitiker Harald Christ: "Plädoyer für die Vermögenssteuer zeigt, dass Grüne aus Erfahrungen nicht klug werden", Welt, S. 4

- Sahra Wagenknecht, Fraktionsvorsitzende der Linken, attackiert Grüne für Vermögenssteuer-Beschluss - "Kann man nicht ernst nehmen", Funke Mediengruppe

- Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) weiter gegen Vermögenssteuer, Frankfurter Rundschau

- Vorsitzende der grünen Bundestagsfraktion, Katrin Göring-Eckardt: Beschluss zur Vermögenssteuer muss jetzt ins Wahlprogramm, Mitteldeutsche Zeitung

- Nach US-Präsidentenwahl: EU-Kommission sieht stärkeres Interesse asiatischer Staaten an wirtschaftlicher Bindung an Europa, Gespräch mit Kommissions-Vizepräsident Jyrki Katainen, Welt, S. 12

- Die Aussichten bis 2019 für das Wachstum in Europa und Frankreich sind "enttäuschend", Interview mit französischem Finanzminister Michel Sapin, Les Echos

- D-Mark im Wert von 12,73 Milliarden DM (etwa 6,5 Milliarden Euro) noch im Umlauf, Funke Mediengruppe

- Hamburgs Justizsenator will stärker gegen Steuerbetrug vorgehen, Funke Mediengruppe

- Hamburg lehnt Privatisierung von Autobahnen ab, Funke Mediengruppe

(WDH: Diese Meldung wurde bereits am Vorabend erstmals publiziert und ist als Service wiederholt worden.)

(AWP)