Morning Briefing - International Teil 1

18.08.2017 07:39

---------- AKTIEN

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DEUTSCHLAND: - ABWÄRTS - Die Unsicherheit um die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump und die Terrorängste nach dem Anschlag in Barcelona dürften die Kurse am deutschen Aktienmarkt auch am Freitag belasten. Der Broker IG taxierte den Dax rund zwei Stunden vor Handelsbeginn 0,62 Prozent niedriger auf 12 128 Punkte. An der Wall Street hatten die Kurse nach dem Börsenschluss in Europa ihre Abgaben noch ausgeweitet. Der Dow Jones Index musste den grössten Tagesverlust seit drei Monaten hinnehmen.

USA: - ABWÄRTS - Befürchtungen um die Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump sowie neu entfachte Terrorängste nach dem Anschlag in Barcelona haben die Anleger an der Wall Street am Donnerstag in die Flucht getrieben. Der Dow Jones Industrial sank stetig über den gesamten Handelsverlauf und schloss 1,24 Prozent tiefer bei 21 750,73 Punkten auf seinem Tagestief. Dies war zudem der niedrigste Stand seit rund drei Wochen und der höchste Tagesverlust seit dem 17. Mai 2017.

ASIEN: - ABWÄRTS - Die Verunsicherung der Märkte nach dem Terroranschlag von Barcelona und die Sorgen um Handlungsfähigkeit von US-Präsident Donald Trump hat sich auf die Börsen in Asien ausgeweitet. Fast an allen Handelsplätzen lagen die Kurse am Freitag im Minus. "Der Angriff in Spanien und die wachsenden Zweifel, ob Trump in der Lage sein wird, seine Wirtschaftspolitik durchzusetzen, gehören zu einer Reihe unglücklicher Ereignisse, die die Investoren zurückhalten und lieber ihre Gewinne einstreichen lassen", sagte Jonathan Ravelas, Marktstratege der BDO Unibank am Morgen. In Japan litt der Nikkei zudem unter einem stärkeren Yen, der als sicherer Hafen wieder gefragt war. Der japanische Leitindex lag 1,36 Prozent im Minus. Noch vergleichsweise verhalten tendierte der chinesische CSI 300, in dem die wichtigsten Werte des Festlands gelistet sind, nur leicht im roten Bereich. Einige Marktteilnehmer meinen allerdings, dass die weltweiten Verkäufe nur von temporärer Natur sind. Weder der Anschlag in Spanien noch der politische Trubel in Washington löse einen nachhaltigen Trend aus, sagte etwa Naoki Fujiwara, Fondsmanager bei Shinkin Asset Management.

DAX              	12.203,46	    -0,49%
XDAX            	12.117,50	    -0,99%
EuroSTOXX 50		3.461,97		-0,65%
Stoxx50        		3.063,14		-0,59%

DJIA             	21.750,73   	-1,24%
S&P 500        		2.430,01		-1,54%
NASDAQ 100  		5.796,32		-2,05%

Nikkei 225         19.448,30       -1,29% (6:59 Uhr)

---------- ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL

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RENTEN: - AUFWÄRTS - Konjunkturdaten dürften am Freitag nur eine untergeordnete Rolle spielen, meint Dirk Gojny, Experte der National-Bank. Der Anschlag in Barcelona vom Vorabend und das andauernde Regierungschaos in den Vereinigten Staaten dürften vielmehr die beherrschenden Themen des Tages werden. Dies spreche für eine Nachfrage nach sicheren Anlagen, also vor allem US-Treasuries und Bunds. Gojny rechnet deshalb für den Bund-Future mit Zugewinnen zum Handelsstart und einer Handelsspanne zwischen 163,60 und 164,80.

Bund-Future Schlusskurs		164,32		0,21%
Bund-Future Settlement		163,95		0,23%

DEVISEN: - STABIL - Der Euro hat sich am Freitagmorgen weiter über der Marke von 1,17 US-Dollar gehalten. Die Gemeinschaftswährung kostete 1,1737 US-Dollar und damit nur etwas weniger als im US-Handel des Vortages. Am Donnerstag hatte der Euro nach anfänglich Verlusten im Tagesverlauf wieder Boden gut machen können. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1697 (Mittwoch: 1,1710) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8549 (0,8540) Euro gekostet.

(Alle Kurse 7:15 Uhr)
Euro/USD       		1,1737		0,12%
USD/Yen             109,31		-0,25%
Euro/Yen       		128,30		-0,12%

ROHÖL - LEICHT ABWÄRTS - Die Ölpreise haben am Freitag im frühen Handel geringfügig nachgegeben. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 50,96 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um sechs Cent auf 47,03 Dollar.

---------- UMSTUFUNGEN VON AKTIEN

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- BERENBERG SENKT ZIEL FÜR DÜRR AUF 121 (123) EUR - 'BUY' - BERENBERG SENKT ZIEL FÜR MERCK KGAA AUF 109 (110) EUR - 'HOLD' - GOLDMAN HEBT ZIEL FÜR WIRECARD AUF 84 (82) EUR - 'CONVICTION BUY LIST' - JEFFERIES SENKT ADO PROPERTIES AUF 'HOLD' (BUY) - ZIEL 42 (39) EUR - JPMORGAN HEBT TALANX AUF 'OVERWEIGHT' (NEUTRAL) - ZIEL 39,80 (35) EUR

- BERENBERG HEBT ZIEL FÜR NOVO NORDISK AUF 295 (275) DKK - 'HOLD' - GOLDMAN SENKT ZIEL FÜR VESTAS AUF 720 (740) DKK - 'BUY' - RBC CAPITAL SENKT ZIEL FÜR AIR FRANCE-KLM AUF 16 (20) EUR - S&P GLOBAL SENKT ZIEL FÜR VESTAS AUF 630 (650) DKK - 'HOLD'

---------- PRESSESCHAU

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TOP-THEMA - Luftfahrt-Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl will für Air Berlin bieten, Capital (Meldung dazu lief um 19.05 Uhr) - Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt: Verkauf von Air Berlin könnte in Brüssel landen, Interview, FAZ, S. 19

bis 7.00 Uhr - FDP will keine Politiker mehr im Aufsichtsrat von VW sehen, FAZ, S. 17 - Rosneft-Debatte: Vorsitzender der NRW-SPD, Michael Groschek, stellt sich hinter Schröder, Interview, Neue Westfälische - Uber will mehr Stabilität in seine Aktionärsstruktur bringen, FT, S. 1 - Autoindustrie: Diesel-Gipfel bringt 12 bis 14 Prozent Abgas-Minderung, Interview mit dem Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, HB, S. 14 - Die Volkswagen-Tochter Audi wird nach Einschätzung der Salzburger Festspiele weiter Hauptsponsor des Kulturfestivals bleiben, Interview mit der Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, HB, S. 22 - Lufthansa Cargo auf Kurs, Interview mit Frachtchef Peter Gerber, BöZ, S. 13

bis 22.45 Uhr - "Es gibt keine unschuldigen Entscheidungen", Gespräch mit Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über den Hoffnungsträger Emmanuel Macron, den unberechenbaren Donald Trump und das erste Telefonat des Finanzministers mit Angela Merkel nach dem Urlaub, HB, S. 6-9 - "Wir haben nicht so viel Einfluss, wie die Leute sagen", Interview mit Chef der Ratingagentur Fitch Paul Taylor über Lehren aus der Finanzkrise, die Vorzüge der Regulierung und die Unart des "Rating-Shoppings", HB, S. 27 - Kartellamt kämpft für die Innenstädte - Amt will schärfer gegen exklusive Vertriebskooperationen zwischen Markenartikel-Herstellern und grossen Internetplattformen vorgehen, Interview mit Kartellamtspräsident Andreas Mundt, FAZ, S. 19 - ARD und ZDF holen sich Abfuhr vom Kartellamt - Das Bundeskartellamt wendet sich gegen Forderungen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nach Ausnahmen vom Wettbewerbsrecht, Interview mit Kartellamtspräsident Andreas Mundt, FAZ, S. 19 - Generalbevollmächtigter von Air Berlin: Ryanair-Kritik ist hanebüchen, Frank Kebekus, vom Amtsgericht bestellter Generalbevollmächtigter der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin, Interview im Handelsblatt, S. 19 - Generalbevollmächtigter sieht gute Chancen für Arbeitsplätze bei Air Berlin, HB, S. 19 - Millionenstrafe für früheren Imtech-Deutschland-Chef Klaus Betz, HB, S. 20 - Früherer Audi-Manager bleibt im Gefängnis / Schwere Vorwürfe der Verteidiger gegen Staatsanwaltschaft München II, SZ, S. 19 - Rentenversicherung wird immer mehr von Kosten für Alkoholkranke belastet, Bild-online - 13,6 Millionen Kassenversicherte zahlen Krankenversicherungsbeiträge über dem Beitragsdurchschnitt, Bild, S. 1 - Krankenkasse fordert schärfere Auflagen gegen Lieferengpässe bei Medikamenten / Barmer-Verwaltungsrat: Bisherige Bestrebungen wirkungslos, Funke Mediengruppe - Niedersächsischer Sparkassenpräsident kritisiert EU-Kommission wegen Bankenregulierung, Thomas Mang im Interview mit der BöZ, S. 1 und 4

(WDH: Diese Meldung wurde bereits am Vorabend erstmals publiziert und ist als Service wiederholt worden.)

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---------- TAGESVORSCHAU / KONJUNKTURPROGNOSEN

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TERMINE MIT ZEITANGABE

08:00 D:   Erzeugerpreise 07/17

10:00 EU:  Leistungsbilanz 06/17

16:00 USA: Uni Michigan Verbrauchervertrauen 08/17 (1. Umfrage)

16:15 USA: Fed-Chef von Dallas, Kaplan, hält eine Rede in Dallas

TERMINE OHNE GENAUE ZEITANGABE


      D:   Air Berlin Q2-Zahlen (unter Vorbehalt)


      LU:  Grand City Properties Halbjahreszahlen


      USA: Foot Locker Q2-Zahlen


      EU:  Fitch Ratingergebnis Griechenland,


      EU:  Moody's Ratingergebnis Rumänien

SONSTIGE TERMINE

11:00 D:   Pk Friedrich-Ebert-Stiftung zur Vorstellung der Studie "60 Prozent
           der EU-Bürger wollen mehr Europa" "Trotz Brexit, Trump und Krisen:
           60 Prozent der EU-Bürger wollen mehr Zusammenarbeit in Europa - in
           Deutschland sind es sogar 80 Prozent" des
           Meinungsforschungsinstituts policy matters im Auftrag der
           Ebert-Stiftung, Berlin

16:00 D:   Anlagenbauer Schuler eröffnet "Innovation Tower", neues Ingenieurs-
           und Technologie-Zentrum am Hauptsitz Göppingen


      USA: US-Präsident Donald Trump berät mit Sicherheitsleuten sowie Militärs
           über Afghanistan
           Möglicherweise wird bei dem Treffen im Präsidentensitz Camp David
           eine neue Afghanistan-Strategie der USA verkündet.

KONJUNKTURPROGNOSEN FÜR DIE EUROZONE UND DIE USA


                                               Prognose        Vorwert

EUROZONE

08:00 Uhr

Deutschland

Erzeugerpreise

Juli
 
Monatsvergleich                                 0,0              0,0

Jahresvergleich                                 +2,2            +2,4

10:00 Uhr

Eurozone

Leistungsbilanz

Juni (Mrd Euro)

Saisonbereinigt                                 ---              30,1

Unbereinigt                                     ---              18,3

USA

16.00 Uhr

Verbraucherstimmung Uni Michigan, Aug

(in Pkt)                                          94,0            93,4

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(AWP)