Nach schwachen BASF-Zahlen satteln Anleger auf Covestro um

(Zusammenfassung; Covestro-Gewinne wieder reduziert) - Nach dem enttäuschenden Geschäftsbericht von BASF haben einige Marktteilnehmer am Freitag das Pferd gewechselt und stattdessen auf Covestro gesetzt. Während das Kunststoffunternehmen am Donnerstag mit den Zahlen zum zweiten Quartal überzeugt hatte, verfehlte der Chemiekonzern mit den am Freitag vorgelegten Ergebnissen im zweiten Quartal die Markterwartungen, auch wenn die Ziele für das Gesamtjahr bekräftigt wurden.
27.07.2018 18:18

Am Ende büssten die BASF-Anteile am Dax -Ende 2,69 Prozent auf 82,34 Euro ein, während Covestro zeitweise die Dax-Spitze eroberten und bei knapp unter 84 Euro auf den höchsten Stand seit vier Monaten kletterten. Dann aber ging der Schwung etwas verloren. Zum Schluss betrug der Zugewinn bei Covestro dann noch 0,41 Prozent auf 82,36 Euro.

Es sehe ganz nach einem Favoritenwechsel unter den Anlegern von Chemieaktien aus, sagte ein Börsianer. Immerhin blicke Covestro inzwischen noch optimistischer auf das laufende Jahr, während BASF nun skeptischer gesehen werde. Laut Analyst Peter Spengler von der DZ Bank verhinderten im zweiten Quartal Wechselkurseffekte und Anlagenabschaltungen ein besseres Ergebnis.

Analyst Alberto Lopez Rueda von JPMorgan rechnet bei BASF in der zweiten Jahreshälfte mit nachlassendem Gegenwind von der Währungsseite, doch "die Wahrscheinlichkeit eines substanziellen Ebit-Wachstums im selben Zeitraum dürfte vom Markt hinterfragt werden". Das spiegelt seiner Ansicht nach die entsprechende Durchschnittsprognose von Analysten bereits wider.

BASF hatte am Morgen höhere Preise und Verkaufsmengen gemeldet, die dem Chemiekonzern im zweiten Quartal einen leichten Schub gegeben hätten. Allerdings zehrte der starke Euro einen Teil der Umsatzzuwächse auf. Zudem schwächelte BASF beim Ergebnis. Vor allem die schwachen Renditen im Geschäft mit Spezialchemie belasteten./ck/bek/tih/he

(AWP)