Niederlande nehmen Abgas-Software von Jeep und Suzuki ins Visier

In den Niederlanden gehen die Behörden dem Verdacht auf Abgas-Tricksereien bei Suzuki und der Fiat-Chrysler-Marke Jeep nach. Die Strassenaufsicht erklärte am Montag, Untersuchungen bei mehreren Autoherstellern im Zuge der Diesel-Affäre bei VW hätten Ungereimtheiten beim Jeep Grand Cherokee und dem Suzuki Vitara ergeben.
10.07.2017 18:15

Beide Geländemodelle wiesen überhöhte Stickstoffemissionen im Strassenbetrieb auf, die bei Labortests nicht vorkämen. Während die anderen 14 Autobauer den dafür ursächlichen Einsatz einer bestimmten Software als regelkonform nachgewiesen hätten, seien Suzuki und Jeep noch Erklärungen schuldig geblieben. Die Staatsanwaltschaft leitete deshalb nach eigenen Angaben Ermittlungen ein.

Der Behörde zufolge sind europaweit rund 27'000 Jeeps und 42'000 Suzukis der betreffenden Modelle auf den Strassen. Die fragliche Abgas-Software ist nach Angaben der Behörde unter bestimmten Umständen zum Schutz des Motors erlaubt.

Wenn der Schadstoff-Ausstoss unabhängig von dieser Funktion aber unverhältnismässig hoch sei, gelte das Programm als unzulässig. Anlass für die Untersuchungen ist der 2015 begonnene Diesel-Skandal bei VW, in dessen Folge immer mehr Hersteller ins Visier der Behörden geraten sind.

(AWP)