Ölpreise beschleunigen Erholung nach US-Lagerdaten

Die Ölpreise haben am Mittwoch ihre Gewinne nach neuen Daten zu den US-Ölreserven ausgebaut und damit ihre jüngste Erholung beschleunigt fortgesetzt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete am späten Nachmittag 52,17 US-Dollar. Das waren 84 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 83 Cent auf 49,20 Dollar.
29.03.2017 17:56

Der entscheidende Impuls erfolgte am Nachmittag mit der Veröffentlichung der wöchentlichen Daten zu den Lagerbeständen an Rohöl in den USA. Die US-Regierung hatte zwar einen weiteren Anstieg der Ölreserven um 0,87 Millionen Barrel auf 534,0 Millionen Barrel gemeldet. Der Markt hatte aber einen stärkeren Anstieg der Lagerbestände erwartet. Nach der Veröffentlichung der Daten ist der US-Ölpreise um mehr als ein Prozent gestiegen.

Zuvor hatten bereits Meldungen aus Libyen die Ölpreise gestützt. In dem Mitgliedsland der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) bleibt die Ölpipeline zum grössten Ölfeld nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg ausser Betrieb. Gründe dafür seien nicht bekannt.

Die Sorge vor einem zu hohen Angebot bleibt vorerst die bestimmende Kraft am Ölmarkt. Während die Opec ihre Fördermenge seit Beginn des Jahres gesenkt hat, werden in den USA hingegen immer mehr Bohrlöcher in Betrieb genommen. Die Folge ist ein steigendes Angebot, das tendenziell auf die Preise drückt./jkr/stb

(AWP)