Ölpreise drehen in die Gewinnzone

Die Ölpreise haben am Donnerstag nach einer kurzen Konsolidierung wieder an den jüngsten Höhenflug angeknüpft. Nachdem die Preise am Morgen noch gefallen waren, drehten sie im Vormittagshandel in die Gewinnzone. Ein Barrel (je 159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete gegen Mittag 58,40 US-Dollar. Das waren 50 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 60 Cent auf 52,74 Dollar.
28.09.2017 12:53

Marktbeobachter erklärten den aktuellen Anstieg der Ölpreise mit jüngsten Daten zu den Ölreserven in den USA. Am Mittwochnachmittag hatte die US-Regierung gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche überraschend gefallen waren. Dies kann ein Hinweis auf eine stärkere Nachfrage oder ein geringeres Angebot sei und stützt in der Regel die Ölpreise.

Zuvor hatte die Kursentwicklung des amerikanischen Dollar die Daten zu den US-Ölreserven zeitweise überlagert. Nachdem der Brent-Preis am Dienstag mit 59,49 Dollar noch den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren markiert hatte, war der Rohölpreis bis zum Donnerstagmorgen gefallen. Fachleute erklären diesen Rückschlag mit jüngsten Kursgewinnen der US-Währung. Da Erdöl in Dollar gehandelt wird, verteuerte sich das Öl ausserhalb des Dollarraums und bremste die Nachfrage./jkr/jsl/zb

(AWP)