Ölpreise drehen in die Gewinnzone

Die Ölpreise haben am Dienstag nach anfänglichen Verlusten in die Gewinnzone gedreht. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 44,44 US-Dollar. Das waren 29 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent auf 41,58 Dollar.
04.08.2020 17:50

Robuste US-Industriedaten stützten die Preise. Die Aufträge an US-Industrieunternehmen haben im Juni stärker als erwartet zugelegt. Bereits im Mai hatten die Aufträge sich von den Rückschlägen im März und April teilweise erholt. Eine rasche Erholung der US-Industrie würde auch die Nachfrage nach Rohöl stützen.

Vorübergehend war nach Einschätzung von Marktbeobachtern am Dienstag wieder die Sorge vor einem zu hohen Angebot stärker in den Fokus gerückt. Bereits in den vergangenen Tagen hatte eine leichte Erhöhung der Fördermenge durch Ölstaaten, die in der Opec+ organisiert sind, die Ölpreise mehrfach belastet. Die Opec+ hatte beschlossen, die Fördermenge ab August etwas zu erhöhen. Die Ölstaaten, darunter auch Saudi-Arabien und Russland, werden demnach etwa 1,5 Millionen Barrel Rohöl pro Tag mehr ausliefern als im Juli./jsl/he

(AWP)