Ölpreise drehen in die Gewinnzone - Opec-Aussagen stützen

Die Ölpreise haben am Mittwoch etwas zugelegt, nachdem sie zuvor leicht gesunken waren. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 62,21 US-Dollar. Das waren 15 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 33 Cent auf 57,13 Dollar.
13.11.2019 17:50

Marktbeobachter begründeten den Anstieg der Ölpreise mit Aussagen des Generalsekretärs der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Mohammad Barkindo. Der hatte am Rande einer Konferenz in Abu Dhabi von einem möglichen deutlichen Einschnitt bei den Prognosen für die Ölförderung in Ländern ausserhalb des Ölkartells im kommenden Jahr gesprochen. Wahrscheinlich seien "kräftige Revisionen" der Angebotsmenge zu erwarten.

Barkindo begründete seine Einschätzung damit, dass sich unter anderem das Wachstum der US-Ölförderung mit der Fracking-Methode abschwächen könnte. Demnach hätten einzelne US-Unternehmen vor einem schwächeren Wachstum gewarnt und auf höhere Gewinnabführungen an die Anteilseigner verwiesen.

Bis zum Nachmittag hatten Unsicherheit über die weitere Entwicklung im Handelskonflikt zwischen den USA und China die Ölpreise noch belastet. Am Vortag hatte US-Präsident Donald Trump in einer mit Spannung erwarteten Rede keine neuen Details zum Stand der Handelsgespräche mit China genannt. Dies hatte an den Finanzmärkten die Sorge über die weitere Entwicklung im Konflikt zwischen den beiden grössten Volkswirtschaften der Welt etwas verstärkt./jkr/he

(AWP)