Ölpreise drehen in Gewinnzone

Die Ölpreise haben am Mittwoch etwas zugelegt. Im Vormittagshandel drehten die Preise in die Gewinnzone, nachdem es am Morgen noch leicht nach unten ging. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober 52,37 US-Dollar. Das waren 23 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) mit Lieferung im September stieg um 22 Cent auf 49,39 Dollar.
09.08.2017 12:53

Die jüngste geopolitische Entwicklung mit der Zuspitzung im Nordkorea-Konflikt konnte die Ölpreise bisher nur wenig bewegen. Nordkoreas Militär hat den Vereinigten Staaten mit einem Raketenangriff auf die US-Pazifikinsel Guam gedroht und damit einen der gefährlichsten Konflikte der Welt weiter angeheizt.

Marktbeobachter erklärten den Anstieg der Ölpreise mit jüngsten Daten zur Entwicklung der Ölreserven in den USA. Der Branchenverband American Petroleum Institute (API) hatte am Vorabend gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in den USA in der vergangenen Woche um 7,8 Millionen Barrel gefallen waren.

Ein Rückgang der amerikanischen Reserven kann ein Hinweis auf ein geringeres Angebot oder eine steigende Nachfrage sein. Beides stützt in der Regel die Ölpreise. Am Nachmittag wird die US-Regierung die offiziellen Daten zur Entwicklung der Lagerbestände veröffentlichen. Auch hier rechnen Experten mit einem Rückgang der Ölreserven./jkr/jsl/fbr

(AWP)