Ölpreise erholen sich etwas nach jüngstem Preissturz

Die Ölpreise haben sich am Donnerstag ein Stück weit von der Talfahrt vom Vortag erholt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am frühen Abend 45,54 US-Dollar und damit 72 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 57 Cent auf 43,10 Dollar.
22.06.2017 18:08

Das Bündnis der Opec- und Nicht-Opec-Länder gab bekannt, noch weniger Öl zu fördern als vom freiwilligen Produktionslimit vorgeschrieben, und stützte dadurch die Ölpreise. Die Vorgaben seien im Mai zu 106 Prozent erfüllt worden, teilte die Opec am Donnerstag in Wien mit.

Noch am Vortag hatten unter anderem Meldungen über einen Anstieg der Fördermenge an Rohöl in den USA stark belastet und der Preis für Brent-Öl war erstmals seit vergangenem November unter die Marke von 45 Dollar gefallen. Binnen eines Monats hatte der Preis damit um rund 10 Dollar nachgegeben. Nach Angaben der US-Regierung vom Vortag ist die Fördermenge auf den höchsten Stand seit August 2015 gestiegen.

Trotz der Opec-Förderkürzung herrscht am Markt weiterhin ein Überangebot. "Es ist einfach zu viel Öl auf dem Markt", sagte Experte Fereidun Fesharaki vom Beratungsunternehmen FGE. Nach Angaben des iranischen Ölministers Bijan Namdar Zanganeh wird innerhalb der Opec über eine weitergehende Drosselung diskutiert, wobei eine Einigung allerdings schwierig sei./tos/jsl/jha/

(AWP)