Ölpreise erholen sich von Vortagsverlusten

Die Ölpreise haben sich am Dienstag von ihren Verlusten vom Wochenauftakt erholt. Am Markt war von einer typischen Gegenbewegung die Rede. Daneben wurde die Schliessung eines Ölfeldes in Libyen als Grund genannt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Mai kostete gegen Mittag 51,08 US-Dollar. Das waren 33 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 35 Cent auf 48,08 Dollar.
28.03.2017 13:25

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg hat Libyen die Produktion auf seinem grössten Ölfeld gestoppt. Dies reduziere die Gesamtförderung des Landes um zwanzig Prozent. Der Grund der Schliessung sei nicht ganz klar. Die Nachricht unterstützte die moderate Aufwärtsbewegung der Ölpreise, die bereits am Vorabend eingesetzt hatte.

Rohstoffexperten der Commerzbank erklären die jüngste Erholung der Ölpreise auch mit der guten Börsenstimmung. Eine grössere Risikoneigung der Anleger lockt diese oft in Rohstoffanlagen. Auch der zuletzt schwächelnde Dollar dürfte den Rohstoffsektor mit unterstützt haben.

Gespannt warten Analysten und Anleger auf neue Lagerdaten aus den USA. Am Dienstagabend gibt das private American Petroleum Institute (API) seine wöchentlichen Zahlen bekannt, am Mittwoch folgt das US-Energieministerium. Trotz deutlicher Produktionskürzungen durch das Ölkartell Opec und anderer grosser Produzenten liegen die amerikanischen Rohölvorräte auf Rekordniveau. Ein Grund dafür ist die wieder steigende US-Förderung, die der Opec seit längerem grosse Konkurrenz macht./bgf/jkr/fbr

(AWP)