Ölpreise erholen sich weiter - Sinkende US-Reserven stützen

Die Ölpreise haben am Mittwoch an die Erholung vom Vortag angeknüpft und weiter zugelegt. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 47,79 US-Dollar. Das waren 27 Cent mehr als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung stieg um 45 Cent auf 45,49 Dollar.
12.07.2017 18:09

Ein kräftiger Rückgang der Ölreserven in den USA habe die Ölpreise gestützt, hiess es aus dem Handel. Zunächst hatte das private Institut API am Vorabend einen Rückgang der US-Ölreserven gemeldet und den Preisen in der Nacht auf Mittwoch deutlichen Auftrieb verliehen. Am Nachmittag hatte die US-Regierung dann ebenfalls einen unerwartet starken Rückgang der Lagerbestände veröffentlicht. Allerdings konnte die offizielle Bestätigung den Ölpreisen nur zeitweise Auftrieb verleihen.

Dagegen konnte eine neue Prognose der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) zur Entwicklung der Nachfrage nach Opec-Öl die Preise nicht nennenswert bewegen. Demnach pumpt das Kartell weiterhin zu viel Rohöl auf den Weltmarkt. Trotz der beschlossenen Kürzung der Fördermenge dürfte die Produktion auch im kommenden Jahr die Nachfrage nach Opec-Öl übertreffen, hiess es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Opec./jkr/mis

(AWP)