Ölpreise fallen weiter

Die Ölpreise haben am Donnerstag an die starken Verluste am Vortag angeknüpft. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember 79,44 US-Dollar. Das waren 61 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur November-Lieferung fiel um 53 Cent auf 69,22 Dollar.
18.10.2018 11:44

Ein Grund für den Preisrückgang waren neue Daten zu den US-Ölreserven vom Mittwoch: In der vergangenen Woche waren die Lagerbestände an Rohöl in den USA deutlich stärker gestiegen als erwartet. Zuvor hatte der Interessenverband American Petroleum Institute (API) noch einen Lagerabbau gemeldet.

Für Rohstoffexperten der Commerzbank war ein deutlicher Anstieg der Netto-Importe von einem rekordniedrigen Niveau ausschlaggebend, wofür insbesondere gesunkene Rohölexporte verantwortlich waren. Insgesamt sei der Lagerbericht aber mit Vorsicht zu geniessen, da der Hurrikan Michael die Daten zur Produktion und zu den Netto-Importen verzerrt habe.

Auch die weitere Entwicklung im Streit zwischen den Vereinigten Staaten und dem führenden Opec-Land Saudi-Arabien dürften den Handel weiter belasten. Obwohl Saudi-Arabien mit dem Verschwinden des regimekritischen Journalisten Jamal Khashoggi in Verbindung gebracht wird, hat sich US-Präsident Donald Trump bisher nicht vom engen Bündnispartner distanziert./ngu/jkr/jha/

(AWP)