Ölpreise geben etwas nach

Die Ölpreise haben am Donnerstag an die Verlusten am Vortag angeknüpft, sind aber nur noch leicht gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete gegen Mittag 55,82 US-Dollar. Das waren vier Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Mai fiel um sechs Cent auf 53,05 Dollar.
13.04.2017 13:05

Zur Wochenmitte waren die Rohölpreise unter Druck geraten, nachdem das US-Energieministerium seine wöchentlichen Daten zu den Lagerbeständen und zur Ölproduktion veröffentlicht hatte. Zwar gingen die Vorräte an Rohöl zurück, allerdings ausgehend von einem extrem hohen Niveau. Zudem legte die landesweite Ölproduktion weiter zu. Sie stieg auf den höchsten Stand seit mehr als einem Jahr.

In ihrer jüngsten Einschätzung geht die Internationalen Energieagentur (IEA) davon aus, dass die Förderkürzung wichtiger Ölstaaten das Spiel von Angebot und Nachfrage auf dem Weltmarkt nahezu ausgeglichen hat. Allerdings habe ein Anstieg der Produktionsmenge vor dem historischen Schulterschluss der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) mit anderen wichtigen Förderländern dazu geführt, dass die weltweiten Lagerbestände im ersten Quartal noch leicht gestiegen seien, hiess im aktuellen Monatsbericht der Agentur./jkr/bgf/jha/

(AWP)