Ölpreise geben etwas nach

Die Ölpreise haben am Freitag keine klare Richtung gefunden und sind am späten Nachmittag etwas gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 50,96 US-Dollar. Das waren sieben Cent weniger als am Donnerstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um 15 Cent auf 46,94 Dollar.
18.08.2017 17:28

Die Aussicht auf ein weiter hohes Ölangebot lastete laut Händlern auf den Preisen. Mittlerweile werden in den USA im Schnitt wieder etwa 9,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert. Experten verweisen darauf, dass diese Menge nur knapp unter dem Rekordhoch vom Frühjahr 2015 liegt.

Auf der anderen Seite werden die Ölpreise durch die zuletzt gesunkenen Lagerbestände an Rohöl in den USA gestützt. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank gibt es aber noch eine weitere Preisstütze. In einer Analyse verwiesen sie darauf, dass die Produktion in einem wichtigen Ölfeld in Libyen wieder in normalen Bahnen verläuft, nachdem sie zuletzt wegen Unruhen gebremst worden war.

Im weiteren Tagesverlauf werden die Anleger den Blick auf Daten zu den US-Ölbohrlöchern des Ölausrüsters Baker Hughes richten, die weiteren Aufschluss über das US-Angebot geben werden./jkr/jsl/stw

(AWP)