Ölpreise geben nach - Goldman Sachs warnt vor weiterem Preisverfall

Die Ölpreise sind am Dienstag nach einem leichten Erholungsversuch im frühen Handel wieder ins Minus gedreht. Nach wie vor ist die Soge vor einem längerfristigen Überangebot das alles beherrschende Thema am Ölmarkt und belastet die Preise. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September 46,59 US-Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur August-Lieferung fiel um 27 Cent auf 44,13 Dollar.
11.07.2017 13:01

In einer aktuellen Analyse wollten Rohstoffexperten der US-Investmentbank Goldman Sachs ein Abrutschten der Ölpreise unter die Marke von 40 Dollar nicht ausschliessen. Ihrer Einschätzung nach muss die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ihre bereits beschlossene Kürzung der Fördermenge ausweiten, um die Talfahrt der Ölpreise zu stoppen.

Während das Ölkartell Opec gemeinsam mit anderen wichtigen Förderländern wie Russland mit einer Kürzung der Fördermengen gegen den Preisverfall am Ölmarkt ankämpft, wird in den USA immer mehr Rohöl zu Tage gefördert. Seit Monaten steigt die Zahl der amerikanischen Ölbohrlöcher tendenziell und die Lagerbestände sind auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Am Abend stehen die wöchentlichen Zahlen zu den US-Rohöllagerbeständen des privaten Instituts API zur Veröffentlichung an. Sie gelten als Hinweis für die offiziellen Reservedaten der US-Regierung, die am Mittwoch herauskommen und am Ölmarkt stark beachtet werden./jkr/jsl/das

(AWP)