Ölpreise geben vor US-Lagerdaten nach

Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete gegen Mittag 51,65 US-Dollar. Das waren 22 Cent weniger als am Dienstag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um zwölf Cent auf 47,71 Dollar.
23.08.2017 12:43

Eine behobene Pipeline-Blockade in Libyen habe etwas auf die Preise gedrückt, hiess es aus dem Handel. Vor wenigen Tagen war wegen der Blockade die Förderung auf dem grössten Ölfeld des Landes eingestellt worden. Zuletzt wurden die Ölpreise mehrfach durch Meldungen aus dem wichtigen Förderland Libyen bewegt, das durch schwere Unruhen erschüttert wird. "Die jüngsten Meldungen zeigten deutlich, dass die Situation in Libyen nach wie vor chaotisch ist und das Land von normalen Zuständen weit entfernt ist", kommentierten Rohstoffexperten der Commerzbank.

In diesem Umfeld konnte ein Rückgang der US-Ölreserven laut dem Interessenverband American Petroleum Institute (API) den Preisen am Vorabend keinen Auftrieb geben. Die offiziellen Zahlen zu den Lagerbeständen sollen am Mittwochnachmittag veröffentlicht werden. Analysten gehen davon aus, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um rund 3,5 Millionen Barrel gesunken sind./jkr/jsl/stb

(AWP)