Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise sind am Donnerstag leicht gesunken. Während es am Morgen noch eine Erholung gegeben hatte, drehten die Preise im Mittagshandel in die Verlustzone. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Oktober kostete zuletzt 50,22 US-Dollar. Das waren fünf Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im September fiel um elf Cent auf 46,67 Dollar.
17.08.2017 12:45

Bereits am Mittwochnachmittag waren die Rohölpreise durch neue Produktionszahlen aus den USA unter Druck gesetzt worden. Nach Regierungsangaben ist die Förderung amerikanischer Unternehmen in der abgelaufenen Woche vergleichsweise deutlich gestiegen. Die Aussicht auf ein höheres Angebot lastete auf den Preisen. Dem konnte ein abermals deutlicher Abbau der US-Lagerbestände an Rohöl nur wenig entgegensetzen.

Mittlerweile werden in den USA im Schnitt wieder etwa 9,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert. Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank hat die Produktion damit ein vergleichsweise hohes Niveau erreicht. Sie liege nur knapp unter dem Rekordhoch vom Frühjahr 2015. Ausserdem habe ein Anstieg der Benzinvorräte in den USA die Ölpreise belastet. "Hier war eine deutlich gesunkene Benzinnachfrage die Ursache", hiess es in der Analyse der Commerzbank./jkr/tos/stb

(AWP)