Ölpreise geben weiter nach

Die Ölpreise sind am Freitag gesunken. Bis zum Mittag haben sie die leichten Verluste aus dem frühen Handel etwas ausgeweitet. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 44,71 US-Dollar. Das waren 39 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 40 Cent auf 41,55 Dollar.
07.08.2020 12:49

Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank erklärte den Preisrückgang mit den jüngsten Spannungen zwischen den USA und China. Diese hätte die Stimmung an den Finanzmärkten belastet und auch die Ölpreise mit nach unten gezogen.

Zuletzt hatte US-Präsident Donald Trump beim Streit um die chinesischen Video-App Tiktok ernst gemacht. Er will offenbar mit einer neuen Verfügung den Verkauf des US-Geschäfts der App erzwingen.

Der Preisrückgang folgte auch zum Teil deutliche Gewinne im Verlauf der Woche. Seit Montag hat sich US-Öl mehr als vier Prozent verteuert. Am Mittwoch war die Notierung für amerikanisches Öl zeitweise bis auf 43,52 Dollar gestiegen und damit auf den höchsten Stand seit März, bevor die Corona-Krise und ein Preiskrieg führender Ölstaaten einen drastischen Preissturz ausgelöst hatten. Preistreiber war vor allem ein unerwartet starker Rückgang der Ölreserven in den USA./jkr/jsl/jha/

(AWP)